Posted in Kanzleialltag on Jul 2nd, 2009
Ein ausländischer Mandant: “Ihre Schreiben, dass ist als ob ich Goethe lese, ich kann das nicht verstehen!” Ohne den zweiten Teil hätte es mir besser gefallen. Er wollte wohl nur auf den (notgedrungen und durch Sprachprobleme verschärften) sehr komplizierten Text hinaus. Aber immerhin: Mein Schreibstil ist mit Goethe verglichen worden. Wieder etwas was man aus [...]
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Posted in Kanzleialltag on Jul 1st, 2009
In einem Anschreiben an uns gibt die Gegenseite oben – wie üblich – ihre Adresse an und zusätzlich die Handynummer, was für Rückrufe ja durchaus sinnvoll ist. Dann kommt ebenfalls wie üblich die Adresse des Empfängers, hier also der Kanzlei, in der folgenden Form: Dr. Knetsch und Partner GbR Sandstr. 50 57072 Siegen 0271/234700 Wenn [...]
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Posted in Allgemein on Jun 26th, 2009
Aus einem Schriftsatz in einer Untervollmachtssache: Die Klägerin empfindet den gegenteiligen Vortrag der Beklagten als gefährlich im Hinblick auf § 138 ZPO und hiermit verbundene Vorschriften außerhalb des Zivilrechts. In § 138 ZPO ist die prozessuale Wahrheitspflicht geregelt. Mit den Vorschriften außerhalb des Zivilrechts dürften daher die Vorschriften des Strafgesetzbuches, insbesondere Betrug gemäß § 263 [...]
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Posted in Kanzleialltag on Jun 19th, 2009
Es geht um einen PKW-Verkauf. Die Gegenseite behauptet Mängel, wir bestreiten. Die Schriftsätze gehen hin und her. Zur näheren Erläuterung seiner Position wird die Gegenseite bildhaft: Um dies etwas drastischer, volksnah und auch für den Kläger verständlich auf den Punkt zu bringen (das Gericht möge mir die Bemerkung verzeihen): Der Kläger hat versucht dem Beklagten [...]
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Posted in Kanzleialltag on Jun 16th, 2009
In einem Fall war der Sachverhalt nur in Teilen aus den Unterlagen zu entnehmen. Ich habe diese Teile schon einmal in einen Schriftsatzentwurf gebracht und den Mandanten gebeten, diesen durchzuschauen und zu ergänzen. Das hat er auch gemacht und den Schriftsatz mit handschriftlichen Anmerkungen versehen zurückgeschickt. Dabei wurden diese wohl etwas umfangreicher als geplant und [...]
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Posted in Kanzleialltag on Mai 5th, 2009
Eigentlich diktiere ich abends gern noch ein paar Sachen. Das Telefon klingelt nicht und man hat etwas mehr Ruhe. Gerade wollte ich aber “Fristverlängerung” oder “Schriftsatzfristverlängerung” diktieren. Herausgekommen ist erst eine “Schriftsatzverlängerung” gefolgt von einer “Fristsatzverlängerung”. Wird anscheinend Zeit nach Hause zu gehen.
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Posted in Allgemein, Kanzleialltag on Apr 22nd, 2009
Aus einem Schriftsatz der Gegenseite: Um die Sinnhaltigkeit dieser Nachfragen zu motivieren, sollen vorab folgende Erläuterungen zu Bedenken gegeben werden. Anscheinend die Langform von: “was ich damit meine, ist…”
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Posted in Kanzleialltag on Apr 7th, 2009
Aus einer Mail: Du – warum ich schreibe: ich habe noch einmal eine kleine Frage an dich, die du mir wahrscheinlich aus dem Kopf beantworten kannst. Solche Fragen kann man dann nie aus dem Kopf beantworten. Im Gegenteil, selbst wenn man etwas in Kommentaren blättert wird es kompliziert. Andererseits stellt man wahrscheinlich genau solche Fragen [...]
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Posted in Kanzleialltag on Apr 6th, 2009
Aus der Erwiderungsschrift der Gegenseite: Abermals versucht der Beklagte zu suggerieren, dass der Kläger …., was bei lebensnaher Betrachtung als völlig absurd in das Reich der Fabel zu verweisen ist. Überhaupt ein recht bissiger Schriftsatz des Herrn Kollegen. Das wird noch eine lustige Akte
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Posted in Kanzleialltag on Feb 16th, 2009
Wie bei vielen zivilrechtlich geprägten Kanzleien ist es auch bei Dr. Knetsch und Partner üblich in der “Wir-Form” zu schreiben. Die Stellungnahme erfolgt für die Kanzlei, die ja aus mehreren Anwälten besteht. (Im Gegensatz zum Strafrecht, dort erfolgt die Stellungnahme gerade nicht im Namen der Kanzlei, da die Anzahl der Verteidiger beschränkt ist). Mitunter spricht [...]
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