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Normalerweile freuen sich die Menschen, wenn in ihrer Stadt ein Gefängnis geschlossen wird. Nicht so in Hagen: Zum Ärger des Hagener Oberbürgermeisters plant die Landesregierung NRW, die im Jahre 1903 gebaute Justizvollzugsanstalt in Hagen zu schließen und mit dem Dortmunder Gefängnis in einem Neubau in Dortmund zusammen zu legen. Hintergrund der Umzugspläne seien nach Angaben des hiesigen Innen- und Justizministeriums die Haftbedingungen in beiden Anstalten. Beide JVA liegen in der Innenstadt und leiden unter außerordentlich beengten räumlichen Verhältnissen. Die Anstalt in Hagen bietet Platz für 338 Insassen in 260 Hafträumen. Der Bau von weiter erforderlichen Haftplätzen, Freizeitangeboten und Arbeitsflächen sei nach Angaben des Miniteriums an den jetzigen Orten nicht zu schaffen. Durch die Zusammenlegung der beiden Anstalten in einem neuen Gefängnis in Dortmund erhofft sich die Landesregierung große „personelle und organisatorische Synergieeffekte“.

Die Hagener Lokalpolitiker bemängeln vor allem, dass nun seit 2005 die vierte größere Landesbehörde aus Hagen ersatzlos abgezogen werden soll und weitere Arbeitsplätze wegfallen werden. Deswegen bemerkte der Oberbürgermeister zu den Plänen, dass er nicht wisse, welche „Verelendungsstrategie für Hagen“ der Landesregierung dahinter stecke. Starke Worte des enttäuschten Oberbürgermeisters!

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