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Wir hatten die Parteien schon fast auseinander und es war wahrhaftig nicht einfach gewesen. Plötzlich auftauchende weitere Klagen, diverse Nebenpositionen und erhebliche verletzte Gefühle auf beiden Seiten machen es nicht einfacher.

Nur zwei Schreibmaschinen waren noch ungeklärt. Der eine wollte sie nicht haben, die andere Seite wollte, dass sie mitgenommen werden.

Der Kollege und ich wurden uns schließlich einig:

Wenn keiner der beiden Parteien sie will und daran der Vergleich (Wert: 30.000 €) scheitern sollte, dann nehmen wir halt jeder eine.

Wegschmeißen kann man sie ja immer noch.

2 Responses to “Zwei Schreibmaschinen als Sperre zum Glück”

  1. Alleine schon der Gedanke an die Einigungsgebühr macht einen in diesem Fall schon erfinderisch. Hätte ich wohl nicht anders gemacht.
    Es ist aber immer wieder erstaunlich, woran es letztlich scheitern kann bzw. worüber man sich streitet. Den aus meiner Sicht unnötigsten Streit hatte ich als Gütestelle, als sich zwei Nachbarn mit allen Mitteln wegen einiger Blütenblätter streiteten, die vom Balkon des einen auf die Terrasse des anderen fielen.
    Eine Einigung konnte trotz anwaltlicher Vertretung beider Parteien im Schlichtungsverfahren nicht erzielt werden. Meines Wissens wurde daraufhin mit der Erfolgslosigkeitsbescheinigung tatsächlich Klage beim Amtsgericht eingereicht die nun wohl schon seit rund 4 Monaten kein Stück voran kommt weil die Parteien alles torpedieren.

  2. Dass dem so ist, ist ganz einfach zu erklären. Der erhobene Anspruch ist letztlich nur die Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Konflikt liegt unterhalb der Wasserlinie. Das Problem ist, dass im Prozess immer nur über den Anspruch entschieden wird und nicht der eigentliche darunter liegende Konflikt gelöst wird. Siehe http://www.ra-braune.de/Wordpress/archives/339

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