Feed on
Posts
Comments

Wir hatten eine Forderung für unseren Mandanten in Höhe von ca. 4.500 € erstritten, die Gegenseite, ein kleinerer Betrieb zeigte aber alle Anzeichen dafür, dass das Geld dort knapp war. Die Gegenseite hatte bereits im Vorfeld gegenüber unserem Mandanten diverse Male Zahlungsaufschub erbeten, Überweisungen angekündigt, Überweisungsbelege übersendet etc. Das Geld war aber nie eingegangen.

Glücklicherweise waren dem Mandanten mehrere von diesem Betrieb belieferte Unternehmen bekannt, so dass wir dort eine Forderungspfändung ausgebracht haben.

Die Mitteilungen dieser Unternehmen sorgten für wenig Optimismus: Mit jeder Mitteilung stellte man sich etwas mehr darauf ein, dass die Forderungen nicht mehr realisiert werden können. Es lagen Vorpfändungen zwischen 15.000 und 41.000 € vor.

Und dann tatsächlich noch ein Trüffel: Das letzte Unternehmen überwies die Forderung nahezu komplett, es steht nur noch ein kleiner Teil offen. Mitunter hat man Glück!

2 Responses to “Zwangsvollstreckung: Auf Trüffelsuche”

  1. Nureinstudent sagt:

    Würden nicht nach § 367 I BGB zuerst alle Zinsen getilgt bevor auf die Hauptforderung verrechnet wird? Daher wundert mich, dass nur noch „Teile der Zinsen“ offen sein sollen.

  2. Brandau sagt:

    Richtig, das war eher aus Mandantensicht formuliert, der froh war, dass er einen Betrag erhalten hat, der der Hauptforderung entsprach. Juristisch gesehen sind aber die die Ziinzen getilgt und die Hauptforderung bleibt bestehen (was zur Folge hat, dass weitere Zinsen auf diese anfallen). Habe es oben mal korrigiert.

Leave a Reply

%d Bloggern gefällt das: