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Auf dem Lawblog wird über eine Pressemitteilung des Landeskriminalamtes berichtet, die per Word-Datei verschickt wurde und bei der man aus der Dateigeschichte vieles rekonstruieren konnte, was eigentlich niemand wissen sollte.

Ähnlich wie das versehentliche Schreiben an die Gegenseite, dass eigentlich an den Mandanten sollte, ist dies ein gefundenes Fressen für den Empfänger.  Wie günstig wäre es beispielsweise bei einem Vertragsentwurf zu sehen, dass der Preis eigentlich anders gestaltet war und somit möglicherweise etwas über den Verhandlungsspielraum zu erfahren oder an einer umformulierten Klausel zu sehen, welche Gefahren umgangen werden sollen. Deswegen ist es günstiger, die Dateien als PDF zu verschicken . Kopien werden ja von modernen Kopierern/Scannern auch schnell in eine PDF-Datei umgewandelt, so dass die alten Versioenen auf keinen Fall erkennbar sind.

4 Responses to “Zur Gefährlichkeit von Word-Datei”

  1. Brandau sagt:

    „Word-Dateien“ sollte es heißen, aber WordPress zickt gerade etwas und es läßt sich nicht korrigieren!

  2. doppelfish sagt:

    Das Spielchen mit dem Vertragsentwurf wurde schon mehrfach in die Praxis umgesetzt. Der Kunde erfuhr über frühere Kunden, den Umfang des Angebotes und natürlich auch über die Preise, die man früheren Kunden unterbreitet hatte.

    Den Rest darf sich der interessierte Leser selber überlegen.

  3. nunlosaber@gmx.net sagt:

    Also wer noch pdfs versendet, hat nicht oft mit Vertragsverhandlungen in umfangreichen Themen zu tun. Hier ist es mittlerweile üblich, word-Dateien zu versenden und die Änderungen direkt in das Dokument im Änderungsmodus zu versenden. Wer als Jurist in einem Unternehmen arbeitet, wird auch für interne Zwecke kaum Anmerkungen in den Text aufnehmen, da diese oft „so wie sie sind“ weiter geleitet werden.

  4. RA Neldner sagt:

    PDF ist eigentlich vorzugswürdig. Ausdrucken und neu einscannen ist dabei übrigens völlig überflüssig. Direkt als PDF „drucken“ spart Papier und erhöht die Qualität.
    Bei komplexen Verträgen, die mehrfach zwischen den Parteien pendeln, ist Word im Normalfall benutzerfreundlicher. Allerdings muss dann die bisherige Versionsgeschichte mit geeigneten Mitteln gelöscht werden, so dass alle internen Informationen nicht nach außen dringen.
    Die gleiche Funktionalität (Überarbeitungsmodus etc.) müsste zwar auch mit mit PDF-Dateien möglich sein, aber die erforderlichen Lizenzen für die dann sehr teure Software hat kaum jemand.

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