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Kommt immer wieder vor wie auch schon Kollegen berichtet haben:

Mandant: Ich habe gerade was über den Zeugen X der Gegenseite erfahren, das ist ein ganz krummer Hund, da müssen wir einige Seiten zu seiner Lebensgeschichte schreiben! Hat zwar alles nichts mit dem Fall zu tun, aber dann sieht der Richter mal was für ein Mensch das ist! Der hat nämlich mal Glas in den Hausmüll geschmissen/seine Oma ausgenommen/mit einer Frau eines anderen geschlafen/Schulden gehabt/seine Katze nicht gefüttert.

Rechtsanwalt: Die Passagen, für die die Gegenseite den Zeugen benannt hat, haben wir gar nicht bestritten. Da wird er auch nicht als Zeuge gehört werden. Und sie können sicher sein, dass das Gericht das alles nicht hören will, selbst wenn es auf den Zeugen ankommen würde.

Mandant: Aber sicherhaltshalber könnten wir es doch trotzdem vortragen oder?

2 Responses to “Zur Diskreditierung von Zeugen”

  1. egal sagt:

    Sozusagen dann eine vorsorgliche Diskreditierung 😉

  2. Wie nennt man das? „Stimmungsmache“??
    Vorgänge die erstens, nicht zum Fall gehören und, zweitens, über die auch keine Akte vorliegen, sind eigentlich NICHT AUF DER WELT.
    Anders in meinem Zivilprozess um Schmerzensgeld (für meine Notwehrtat). Hier hat der Kläger in der Klageschrift massenweise falsche Behauptungen aufgestellt. Als >>>Stimmungsmache hat er darin auch Leute benannt, die ich grundlos zusammengeschlagen hätte. Kein Wort davon war wahr. Demzufolge hat mein Pflichtverteidiger dann auch erklärt: „Die Zeugen mögen gehört werden“. Noch VOR deren Zeugeneinvernahme wurde das Verfahren mittels eines Grundurteils (gegen mich) abgebrochen…….
    Ist das jetzt als Stimmungsmache zu belassen, oder als Strafvereitelung des Prozessbetruges, seitens des Richters, zu werten?
    mehr auf der HP, Rubrik „Zivilprozess“

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