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Die Verhandlung vor meiner Verhandlung war gerade beendet. Einer der Rechtsanwalt zu Vorsitzenden:

Rechtsanwalt 1: In einer anderen Sache hatte ich noch einen Terminsverlegungsantrag geschickt, weil ich da im Urlaub bin. Da hatte ich noch nichts gehört.

Richter: Wenn Sie da im Urlaub sind, dann wird das verlegt werden, das mache ich dann immer! Ich werde noch mal schauen, warum da noch nichts raus ist!

Rechtsanwalt 2: So so, Urlaub ist also ein Verlegungsgrund! Warum haben Sie dann in dem Termin gerade den Verlegungsantrag meines Vaters nicht stattgegeben, so dass ich auftreten musste?

Richter: Nun… (blättert in der Akte)… ihr Vater hatte zum letzten Vortrag der Gegenseite geschrieben:

„…wird beantragt den geradezu abenteuerlichen Vortrag der Gegenseite zurückzuweisen oder den Termin auszusetzen. Anderenfalls wird mein Sohn, Rechtsanwalt A, den Termin uralubsbedingt für mich wahrnehmen, wobei wir davon ausgehen, dass der Vortrag dann wegen Verspätung nicht berücksichtigt wird.“

Daraufhin hatten wir einen Hinweis geschrieben, dass wir den Vortrag nicht als verspätet ansehen und daraufhin war nichts gekommen.

Rechtsanwalt 2: Aber mein Vater ist im Urlaub!

One Response to “Zur Beantragung einer Terminsverlegung wegen Urlaubs”

  1. Susanne sagt:

    Oh Gott, Anwaltsdynastien! Schrecklich. Papa Anwalt, Sohn 1 Anwalt, Sohn 2 Anwalt, Großpapa am besten noch Notar a.D. und jeden Tag in der Kanzlei…

    Wenn Kinder das gleiche werden wie Eltern, muß man in der Erziehung versagt haben… 🙂 Das gilt insbesondere bei Juristen.

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