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Zu schnell

In der Sache sind zugegebenermaßen recht lange Schriftsätze geschrieben worden. Der letzte Schriftsatz der Gegenseite lag bei 37 Seiten, unsere Erwiderung bei 43 Seiten.

Der Richter schreibt:

Sehr geehrte Herren Rechtsanwälte,

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich nicht in der Lage sehe, diese Sache in dem von den Parteien möglicherweise gewünschten Tempo zu erledigen (bisheriger Aktenseitenumfang dieser einen Sache: bereits mehr als 300 Seiten; meine jährliche Belastung: Knapp 1.000 Sache). Wäre es sinnvoll einmal – ohne Zeugen – eine Art Gütetermin anzusetzen?

Hochachtungsvoll

6 Responses to “Zu schnell”

  1. Die Frage ist ja nur: Was soll ein Gütetermin bringen, ohne dass alle Beteiligten den Fall en detail kennen? Da kommt dann in der Regel nur ein Vergleichsvorschlag in Betracht: 50:50. Und damit Chance vertan.

  2. Kurt sagt:

    Sinnvoll? Nein, grundsätzlich gesetzlich erwünscht, § 278 ZPO. Seit wann wird man denn gefragt, ob das für sinnvoll hält? Üblicherweise werden doch selbst aussichtslose Fälle im Sinne von § 278 Abs. 2 Satz 1 letzte Alt. ZPO geradezu zu Vergleichen geprügelt, von der Güte des Richters gleichsam erschlagen.

    Oder wurden die besagten Schriftsätze nach der ersten Güteverhandlung ausgetauscht?

  3. Brandau sagt:

    Der Richter hat gefragt, weil aus den Schriftsätzen deutlich wurde, dass die Parteien sehr zerstritten sind. Wenn es sich nicht lohnt, dann kann man auch gleich die Zeugen laden.

  4. cledrera sagt:

    Offen dialogfähige und zugleich -willige Richter sind eher selten. Was schadet es, dem Vorschlag einmal nachzukommen und so gegebenenfalls dem Richter auch eine bessere Einschätzung der Sache zu ermöglichen?

  5. vcyegj sagt:

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