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Eine Besprechung des Falls mit dem Mandanten. Die Probleme des Sachverhaltes werden diskutiert. Nachdem wir damit durch sind berichtet der Mandant noch von einer weiteren Sorge:

Mandant: Die Gegenseite hat ja den Rechtsanwalt X beauftragt. Bei uns im Dorf heißt es, dass der noch nie einen Fall verloren hat. Haben wir da überhaupt eine Chance?

Nicht, dass ich irgendetwas Schlechtes über den Kollegen sagen kann. Aber ich weiß, dass er  natürlich – wie wohl jeder Anwalt, der nicht absolut selektiv in seiner Fallauswahl ist – schon mal Prozesse verloren hat. Allerdings ist so ein Ruf natürlich nahezu unbezahlbar.

Ich werde den Kollegen bei nächster Gelegenheit mal darauf ansprechen, wie er ihn erreicht hat.

6 Responses to “Zu der Erfolgsquote von Rechtsanwälten und ihrem Ruf”

  1. Peter sagt:

    Er lügt. Wie alle anderen auch.

  2. Malte S. sagt:

    Ein Partei gewinnt immer. Und wenn sein Mandant verliert, dann hat er halt für die andere Seite gearbeitet. Damit hat er nie einen Fall verloren.

    oder

    Er ist so gut, dass er den Mandanten sogar eine 100%ige Niederlage als Sieg verkaufen kann.

  3. RA Munzinger sagt:

    Zur Beruhigung: Nur ein blutiger Anfänger. ein absolut unbeschriebenes Blatt, hat noch nie einen Fall verloren…

  4. Amerikanisches Denken, das. Ich wurde auch schon von Mandanten aus dem amerikanisch-englischen Bereich gefragt, wie denn meine Erfolgsbilanz sei (… und ich hab dann überlegt, wie ich – im Baurecht – erklären soll, dass ich außergerichtliche Lösungen für effizienter und günstiger sehe als einen Prozess zu gewinnen… nach Jahren im undichten Haus…)

  5. Was soll ich als Arbeitsrechtler sagen. Ich trete fast nur für Unternehmen auf. Der Ruf, das noch nie verloren zu haben, wäre vielleicht unbezahlbar, aber nach dem ersten allein deshalb erteilten Mandat wohl dahin…

  6. […] Ob er es tatsächlich genau so gesagt hat weiß man natürlich nicht. Aber trommeln gehört eben zum Handwerk. […]

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