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Wir machen Ansprüche geltend. Der Kollege bittet darum, ihm weitere Informationen per Fax zukommen zu lassen. Wir legen die Unterlagen bei ihm aufs Fax.

Der Kollege ruft kurz vor Fristablauf im Sekretäriat an, die Unterlagen seien etwas schlecht durch das Faxgerät gekommen, ob wir sie noch einmal schicken könnten. Aber gerne.

Kurz nach Fristablauf schickt er ein handschriftliches Rückfax auf unserm Fax, mit dem Inhalt, dass das Fax schon wieder zu undeutlich sei. Er bittet um nochmalige Zusendung per Fax. Ich kann – trotz eigener Brille – sogar auf dem Rückfax alles lesen.

Aber man ist ja nicht so. Legen wir es also noch einmal aufs FAx, diesmal wird gewissenhaft darauf geachtet, dass alle Blätter richtig eingelegt sind und nichts den Faxvorgang stören kann. Beigefügt ein Schreiben, dass er nunmehr binnen dort genannter kurzer Frist Stellung nehmen soll, da sonst Klage erhoben werden würde.

Der Kollege ruft nach Fristablauf im Sekretäriat an. Man möge es ihm doch nocheinmal schicken.

Ich habe ihm dann schriftlich mitgeteilt, dass er sich keine Sorgen machen brauche, demnächst kämen sehr scharfe Kopien auf dem Postweg bei ihm an.

Über das Gericht. Zusammen mit der Klage.

Plötzlich konnte er die Kopien sehr gut lesen.

5 Responses to “Wunderheilung oder neue Brille”

  1. Kant sagt:

    Nur sechs Buchstaben: D.R.E.I.S.T. !

  2. A. K. sagt:

    Nicht zu glauben, so eine Frechheit.

  3. Peter sagt:

    Winkeladvokat 🙂

  4. doppelfish sagt:

    Und demnächst kommen diese Tricks per email.

  5. […] Aber immerhin tut sich jetzt etwas. Die heilende Wirkung der Klage. […]

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