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Ich bitte das Gericht noch den Streitwert festzusetzen, was mit Mehrvergleich und einem nicht in Geld bezifferten Antrag immer eine gewisse Abwägung erforderlich macht.

Der Richter eröffnet mit:

„… ich bin da ja immer eher rechtsanwaltsunfreundlich, die verdienen ja eh schon so gut…“

Was eigentlich ja nicht sein muss. Es folgt eine Geschichte über einen Prozess, indem es wohl um einen vereitelten Kauf eines Hauses und diesbezüglichen Schadensersatz ging. Auf die Frage, ob die eigentlichen Käufer denn auch hätten zahlen können habe der Kläge erwidert, dass es Juristen gewesen seien. „Dann aber doch Rechtsanwälte?“ habe er gefragt, denn Richter hätten es sich nicht leisten können.

Wenigstens war die Festsetzung dann trotz dieser Geschichte vertretbar.

2 Responses to “Wieder mal Verdienstneid”

  1. Lisa sagt:

    Bekanntlich verkauft Porsche pro Jahr ziemlich genau 150.000 Autos, weil jeder Rechtsanwalt sich jedes Jahr einen neuen kauft. Irgendwo muß die ganz BerH-, PKH- und Pflichtverteidigerkohle ja hin. Nicht zu vergessen die durchgängig Riesenstreitwerte, von denen man mitunter schon einmal eine ReNo bis zu 12 Minuten lang am Stück bezahlen kann.

    Kann ein Richter natürlich nicht wissen. Büro, Heizung, Literatur, Strom, Arbeitsmaterial, Personal, Pensionsansprüche, Besoldung, etc., zahlt ja alles Vater Staat. Da können einem 800,- Euro Gebühren schon einmal üppig vorkommen. Steckt sich der Anwalt schließlich 1:1 in die Tasche bzw. seinen neuen Porsche… Früher stand im Deutschen Richtergesetz, daß die Ausbildung auch Verständnis für die Grundlagen der Wirtschaftslehre wecken soll. Hat man dann irgendwann gestrichen, weil diesbezüglich bei deutschen Staatsdienern wenig zu wecken ist.

  2. marko sagt:

    Pah, Porsche! Ich bleib‘ lieber bei meinem Jaguar!

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