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In einem Verfahren war die Gegenseite höchst unangenehm. Es wurde zunächst eine Klage im Urkundenprozess erhoben, wogegen man nur sehr eingeschränkte verteidigungsmöglichkeiten hat, weswegen die Gegenseite gewann. Mit diesem vorläufigen Titel hat sie direkt Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, unter anderem eine Lohnpfändung bei unserem Mandanten eingeleitet. Das macht sich beim Arbeitgeber nie gut.

Im Urkundenprozess ergeht nur ein Vorbehaltsurteil, dass in einem Nachverfahren angegriffen werden kann. Dort stehen dann wieder alle Verteidigungsmöglichkeiten offen. Diese haben wir dementsprechend ausgenutzt und zudem noch eine Widerklage erhoben. Ergebnis war eine Aushebung des Vorbehaltsurteils und eine gewonnene Widerklage, die auch in zweiter Instanz bestätigt wurde. In der Verhandlung bezichtigt er unsere Mandanten Gegenstände gestohlen zu haben ohne auch nur den Hauch eines Beweises zu haben. Bereits aufgrund der Größe und des Gewichtes des angeblichen Gegenstandes wäre eine Erklärung, wie unserer Mandant diese heimlich entfernt haben soll, interessant gewesen. Nach der Verhandlung giftete die Gegenseite unseren Mandanten noch an, dass er „das nächste Mal seine Hunde auf ihn hetzen wolle“. Kurzum ein herzlicher Mensch.

Nachdem uns nunmehr das vollstreckbare Urteil vorliegt und wir ihn zu Zahlung aufgefordert haben ruft er an und bittet tatsächlich um

Ratenzahlung.

Das ist bei dem Ärger, den er dem Mandanten gemacht hat eine Frechheit. Wir dachten in seinem Zusammenhang eher daran unsererseits alle Gemeinheiten anzuwenden, die die ZPO so vorsieht und wenn diese nicht erfolgreich sind wäre uns an eine Wiedereinführung des Schuldturms gelegen.

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