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Die Rechtswissenschaften sind ein Feld, indem viele Leute auf ihr Bauchgefühl und ihr allgemeines Gerechtigkeitsgefühl vertrauen. Mitunter stimmt dies, mitunter kann man ihnen erklären, warum es hier nicht stimmt und mitunter kann man dies nicht.

Dieses Vertrauen geht soweit, dass sich Leute, die sich nie mit Recht oder Gerichtsverfahren beschäftigt haben, in solche Verfahren stürzen und dort eben auf diese Gefühle vertrauen. Das führt meistens zu  erheblichen Schwierigkeiten in dem Verfahren:

  • Der häufigste Fehler des Laien ist, dass er Probleme miteinander vermischt, die juristisch nichts miteinander zu tun haben. Weil die Gegenseite beispielsweise früher in gewisser Weise gehandelt hat, jetzt aber nicht mehr, meint man auch so handeln zu können. In einem anwaltlichen Beratungsgespräch wird man ihnen dann meist erklären, dass sie damals einen Anspruch auf Unterlassung gehabt haben und die Gegenseite eben nunmehr einen Anspruch auf Unterlassung hat.Oder um es an einem juristischeren Beispiel zu verdeutlichen: Es wirkt sich nicht auf eine Räumungsklage des Vermieters aus, ob bestimmte kleinere Mängel während des Mietverhältnisses durch den Vermieter nicht behoben wurden, wenn man selbst eine ordentliche Kündigung ausgesprochen hat, aber dann nicht rechtzeitig auszieht. Ebenso ist es egal, ob der Vermieter wegen dieses verspäteten Auszugs bereits einen Nachmieter gefunden hat. Denn wenn das Mietverhältnis durch eine eigene Kündigung wirksam beendet wurde, dann kann man diese nicht einfach so zurücknehmen und muß daher räumen, ob die Wohnung danach leersteht oder nicht. Die Mängel und die Frage des Nachmieters können in einem späteren Verfahren wegen offenstehender Miete und Schadensersatz relevant sein, sie betreffen aber den Anspruch auf Räumung nicht.
  • Ein anderer Fehler ist Streitigkeiten austragen zu wollen, die bereits seit langem entschieden sind. Vielleicht hat das Gerechtigkeitsgefühl eine Position nahegelegt, die irgendwann einmal in der Rechtswissenschaft durchaus seine Anhänger hatte. Allerdings hat die Rechtsprechung sich dann seit vielen Jahren für die gegenteilige Auffassung entschieden, die wiederholt durch höchstrichterliche Rechtsprechung bestätigt ist. Kein Richter möchte die diesbezügliche Diskussion noch einmal mit einem juristischen Laien führen.
  • Hinzu kommt, dass viele prozessuale Fehler machen und deswegen erhebliche Nachteile haben. Sie tragen nicht umfassend vor, betonen die falschen Sachverhalte, lassen sich in Irrwege leiten und benennen keine Beweismittel. Es wird unterschätzt, dass der Zivilprozess ein Parteienprozess ist und das Gericht (von einigen Ausnahmen abgesehen) nur das berücksichtigen muß, was die Parteien ihm mitteilen. Die  Grundsätze der Darlegungs- und Beweislast werden unterschätzt. Häufig hat man die Situation, dass in den Schriftsätzen der „Naturalpartei“ (also der Kläger oder Beklagte selbst) wenig Vortrag erfolgt und dieser dann in dem Verhandlungstermin den eigentlichen Vortrag nachholen möchte. Dann folgt meist ein zwangsweiser Schnelllehrgang in den Verfahrensregeln bezüglich verspäteten Vortrags. Wenn der Richter gut gelaunt ist erklärt er noch die Flucht in die Säumnis (man stellt in diesem Termin keinen Antrag, tut so als sei man nicht erschienen, es ergeht ein Versäumnisurteil gegen das man dann Einspruch einlegen kann, dann beauftragt man einen Anwalt, der dann versuchen kann, die Sache wieder gerade zu biegen, sobei aus dem Versäumnisurteil vorläufig vollstreckt werden kann). Gerade dass man bestimmten Sachverhalt beweisen muß erstaunt Mandanten oft. Die Einwände reichen von „Warum sollte ich da lügen?“ bis „meine Version ist doch viel wahrscheinlicher, dass brauche ich doch gar nicht zu beweisen“. Beide Einwände sind in einem Prozess meist nicht ausreichend, wenn die Gegenseite eine andere Version präsentiert und man selbst die Beweislast trägt.

Dies alles führt dazu, dass Richter Schriftsätze von nicht anwaltlich vertretenen wesentlich genauer lesen müßen um zu schauen, was sie an verwertbaren herausziehen können und was nicht. Sie müßen noch genauer prüfen, wo und wie sie Hinweise geben und sie müßen wesentlich grundlegendere Sachen erklären und sich mit Argumenten auseinandersetzen, die wenig mit der Sache zu tun haben. Gerichtsverhandlungen ohne Anwalt sind daher meist eine zusätzliche Arbeitsbelastung für die Richter, so dass meiner Erfahrung nach Richter im Zivilprozess immer begrüßen, wenn Rechtsanwälte auf beiden Seiten auftretten.

Hier kommt häufig der Einwand, dass das doch unfair sei, dass alles könne der Bürger schließlich nicht wissen und dieser müße auch ohne einen teuren Anwalt ein Verfahren führen können. Natürlich kann man, aber man muß dann eben sehr genau aufpassen und sich mit den Regeln zumindest dem Grunde nach vertraut machen. Der Beklagte bekommt beispielsweise in der Regel mit der Klage auch ein Merkblatt zugeschickt, indem aufgeführt ist, dass er frühzeitig vortragen soll und dass es negative Konsequenzen haben kann, wenn er dies nicht tut. Dennoch erfolgt kein Vortrag zu vielen Punkten. Das mag damit zusammenhängen, dass Gerichtsshows im Fernsehen das Bild einer mündlichen Verhandlung meist deutlich  abweichend darstellen (das Einblenden von Schriftsätzen ist nicht sehr spannend) und daher dieser mehr Bedeutung zugemessen wird. Auf den Einwand, dass man dies nicht gewußt habe reagieren Richter meist mit dem Hinweis auf das bereits erwähnte Beiblatt zur Klage und dem Hinweis, dass man sich bei fehlender Kenntnis eben einen Anwalt nehmen muß (was auch in den meisten Beiblättern erwähnt ist).

Das alles führt dazu, dass Prozesse ohne Anwalt überproportional häufig verloren gehen. Das Vertrauen einiger Leute in ihre Fähigkeiten ohne Anwalt vor Gericht aufzutreten überrascht mich häufig. Man repariert auch keine Bremse an seinem Auto ohne grundlegende Ahnung hiervon zu haben. Oder baut ein Haus ohne sich über die Statik abzusichern. Dennoch stürzen sich Leute kopfüber in einen Leasingrechtsstreit, ein Gebiet, das rechtlich schon für Juristen nicht einfach ist.

Natürlich wird das „Problem“ dadurch verschärft, dass diejenigen, die vernünftig genug sind, um auch ohne Anwalt gut vorzutragen, gleichzeitig vernünftig genug sind, um dennoch einen Rechtsanwalt zu beauftragen oder sich zumindest zu den Erfolgsaussichten beraten zu lassen.

66 Responses to “Warum Richter Rechtsanwälte mögen und man ohne Anwalt vor Gericht meist schlechte Karten hat”

  1. marie reich sagt:

    halte nichts von anwälten ra *** in wien hat soeben mein arbeitslosengeld geklaut weil er mich daran hindern will, dass ich wohnung zahle weil er hinter meinem rücken den verwalter klagen und pfänden läßt und ich muß hinter ihm her der juristischen mist aufräumen
    m reich diedadurch arm wurde

    • Manfred Volkert sagt:

      Alles nur mißt was da geschrieben steht,Ich als nicht Anwalt stehe zum vierten mal vor Gericht,zwar wollten die das nicht,war mir aber egal
      haben sie aufgeklärt,,

  2. Mp sagt:

    Ich denke als Laie ist es auch wesentlich schwieriger, da man meiner Erfahrung nicht so oft vor Gericht ist. Da ist es auch schwer sich vorzustellen, wie alles abläuft.

    • Manfred Volkert sagt:

      möchte Ich nicht sagen,vorbereitung ist alles,dann kann nichts schief gehen,die erfahrung habe Ich schon öfters gehabt,und auch durch gesetzt,,

  3. doppelfish sagt:

    Der zweite Punkt ist nur menschlich. „Der hat einen Fehler gemacht, dann darf ich auch mal!“. Wird natürlich nix besser dadurch.

  4. MPU sagt:

    doch im Vorfeld ist es allein schon schwierig genug für uns Laien ausfindig zu machen welcher Ra. ist denn wirklich gut und hat nicht nur sein Honorar und ausschließlich im Sinn.

    • 24h Trend sagt:

      Ich kenne fünf Rechtsanwälte und ein Gegenanwalt, die unfähig sind, die Grundlagen von angeblich strittigen Parteien in einer Sache zu schaffen.
      Eines haben alle gemeinsam. Sie wissen, wie man widerstreitende Interessen ausübt.

  5. anton sagt:

    also ich hatte ja echt mit meinem Anwalt, meiner kam vom Dorf, naja was willst du von so Typen verlangen, das sind halt weltfremde Menschen, ergo Null Ahnung vor Gericht und ich habe verloren. Anwälte sind auch nur Menschen.

  6. FREDDY sagt:

    Hallo Beste Rechtssicherheitsliebende Leser!

    Wie hoch ist die Erfolgsquote von rechtssuchende
    Menschen die durch eine rechtsanwaltliche Vertretung vor Gericht
    RECHTSSCHUTZ bekommen?? < 5 % !!!
    DAS IS HIER DIE FRAGE, wobei man die Ra´s nur bei
    einen gewonnen Prozess bezahlen sollte, sonst nicht!
    Zum Beispiel Scheidung: 4o-50 % des UMSATZES
    an Familiengerichte wird durch Scheidungsprozesse
    generiert, woran die Geldgierige Rechtsanwaltsgeier
    kräftig mitverdienen!
    Wenn in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht
    mal die gesetzlich garantierte Grundrechte, Grundfreiheiten und
    Menschenrechte RESPEKTIERT werden sollte man
    sich wo erlaubt SICH SELBST VOR GERICHT VERTRETEN!!

    Beispiel: eine Scheidung kostet in China € 1,- vor Gericht!

    • Alfred E. Neumann sagt:

      Mal ehrlich: Würden Sie für den „Vorteil“ von (nicht belegten) 1€ Scheidungskosten in einem inhumanen System wie in China leben wollen? Wohl eher nicht.

      • T.Rexin sagt:

        Lieber Herr Neumann,

        in der Politik ist es üblich sich einen Punkt des Vortrages sinnentstellend vorzunehmen und dann drauf zu hauen. Den Frust, den der Teilnehmer äußert zu beleuchten, das wäre eine Stellungnahme die bereichert .
        Im Ton nicht, in der Sache steckt doch erheblich der Ruf nach Gerechtigkeit. Seien Sie also gnädig.

        p.s. ein Anwalt würde sagen: „es kommt darauf an wo und wie man in China lebt.“ 😉

  7. Josef sagt:

    Rechtsanwälte gibt es wie Sand am Meer…die guten bezahlt die Mafia…die schlechten wie Spirgath & Co bekommen wir!
    Daran wird sich nichts ändern…bis wir sie für ihren Mist steinigen werden!

    • 24h-Trend sagt:

      Ja, mir ist auch aufgefallen, dass ein Rechtsanwalt die Klageschrift in dreifacher Ausfertigung an das Gericht gibt und aus dieser 3 Verfahren gebastelt werden kann, um ??? (habe Angst, die 3 Fragezeichen zu beantworten)

      • S. sagt:

        Angst ist in dem Falle besonders unbegründet: Mehrfertigungen gleich welcher Couleur haben nur einen einzigen Hintergrund: Arbeitserleichterung für die Justizbehörde (hier wohl die entsprechende Geschäftsstelle der Abteilung / Kammer / des Senats: auch das Gericht ist eine Behörde, wie man weiß…;-): der Beamte (oder Justizangestellte), der wirklich viel zu tun hat, freut sich schlicht, wenn er nicht noch kopieren muß (das müßte er nämlich sachnotwendig tun, bevor das Gericht und der Gegner die erforderliche Anzahl an Exemplaren von ihm physisch vermacht kriegen können: und es ist doch nur fair, wenn man als kontradiktorischer Verfahrensbeteiligter auch in Kenntnis gesetzt wird, was einem denn exakt vorgehalten wird). Eigentlich also bloß Solidarität mit der Justiz. Aus einem drei machen, weil ein Original und zwei Abschriften vorliegen, ist im übrigen wohl eine paranoide Vorstellung: weil zu dumm, einen Kopierer zu bedienen, sind Gerichtsangehörige beileibe nicht: Sie könnten also den einen Originalschriftsatz (Klage oder was auch immer) – da staunt man doch! – zehnfach vervielfältigen und ebensoviele (d.h.: zehn) Sachen daraus „basteln“!!! Oh Schreck, kein Grund zur Sorge: denn: honi soit qui mal y pense! Schelm…
        (p.s.: Ach je Herrgott, warum nur: in Familiensachen: VIER Ausfertigungen!!! Pure PAAANIK!:<)

        • 24h Trend sagt:

          Keine Arbeitserleichterung.
          Beweisbar sind 3 Schriftsätze, 2 davon beim Landgericht mit jeweils 4tds. Euro Gegenstandswert eingereicht, 1 davon an das Amtsgericht übergeben, weil dieses für die Höhe des Gegenstandswertes zuständig ist. Dieser Schriftsatz wurde in einem Termin beim Amtsgericht, mit zwei anwesenden Rechtsanwälten und einem zu einem Gegenstandswert von 8tsd Euro ohne erklärende Angaben im Protokoll beschlossen. Dannach kam die Aufforderung vom Landgericht zum zweiten Schriftsatz, der wegen Unzuständigkeit ebenfalls an das Amtsgericht gegeben wurde. Und der dritte absolut identische Schriftsatz wurde durch die Staatsanwaltschaft zugestellt.

          Gesamtkosten der Parteien ca. 6.000 Euro inkl. Mehrwert (Steuer).

          Die Ausbildung von Juristen ist zwingend zum Erhalt von staatlichen Einnahmen notwendig. Ohne sittenwidrige Handlungen gäbe es einfach zu wenig Steuerzahler die den Beschäftigten in der Justiz eine Existenzgrundlage sichern könnten.
          Kurios ist dann, dass nach dem beruflichen Erleben, Bücher über solche Zustände geschrieben werden.

  8. Johannes sagt:

    so viele Kulturpessimisten hier.
    Ein interessanter Artikel, der zeigt, dass Juristen nicht umsonst einige Jahre studieren müssen und ein Referendariat absolvieren, um sich einigermaßen in der Paragraphenwelt zurechtzufinden.
    Ich würde mir immer einen Anwalt nehmen und dafür auch ordentlich zahlen, weil ich nicht wegen eines dummen Fehlers verliere.
    Und die Anwälte haben ja auch eine Haftung… 🙂

    • 24h Trend sagt:

      Deshalb habe ich in meiner Beschwerde der Rechtsanwaltskammer mitgeteilt, dass ich
      wiederholt beobachte, dass es für Menschen mit juristischer Ausbildung, mindestens in der Funktion eines Juristen unmöglich ist, eine wahrheitsgetreue Ausdrucksweise zum Sachverhalt zu verwenden.

      Die fehlende juristische Ausbildung veranlasste mich allerdings, Vollmacht nach Treu und Glauben zu geben.

      Eine vorhandene juristische Ausbildung reicht nicht einmal aus, um dem beweisbaren Sachverhalt eine Grundlage zu geben.

      Die Zulassung für Juristen verfehlt ihren Sinn, wenn nur lange Studienzeit und guten Noten zur Unfähigkeit von Realität und Verantwortung gegenüber anderen Menschen mutiert.

    • Anwaltgeprägt sagt:

      Anwälte haften ???? Haaa ha…..der war gut ! Dieser Kommentar kann nur von einem
      “ Rechtsverdreher“ kommen .

  9. […] Das kommt häufig vor. Der juristische Laie bewegt sich vor Gericht auf für ihn unbekannten Gebiet. […]

  10. Name sagt:

    Was sowohl Richtern als auch Rechtsanwälten häufig fehlt, sehr geehrter Herr Brandau, ist außerjuristische Sachkenntnis. Was nützt das Wissen um z.B. Mietminderung wegen Lärms, wenn weder Richter noch Rechtsanwälte verstehen, wie die Messung der Lautstärke in db(A) funktioniert oder was ein energieäquivalenter Lärmpegel ist. Subsumption technischer Sachverhalte ohne Sachkenntnis ist nicht möglich. Leider glauben jedoch (zu) viele Juristen, daß sie alles wüßten, nur weil sie die Gesetze kennen, die darüber hinaus zunehmend von einer Legislative gemacht werden, die ebenfalls keine außerjuristische Sachkenntnis hat.

    • 24h-Trend sagt:

      So ist es. Was nützt es, wenn es Vorschriften z.B. zur Abgeschlossenheit von Wohneigentum gibt, die ein Hausverwalter für eine neue WEG zu prüfen hat, damit diese in der Teilungserklärung des Grundbuches, das jeweilige Wohneigentum (Sondernutzungseigentum) sichert. Immerhin wird häufig eine Grundschuld eingetragen, die sich an diesem Objektwert orientiert.

  11. Brandau sagt:

    @Name
    Klar, idealerweise ist sowohl juristisches Fachwissen als auch Sachkenntnis bzgl. des im Fall behandelten Gebietes vorhanden.
    Für letzteres wird üblicherweise auf Sachverständige zurückgegriffen.

  12. prinzw25 sagt:

    traurig genug, dass wir (angeblich) im ländle nur noch mit rechtsanwälten leben können. was ist das für ein recht, das vom bürger nicht mehr verstanden wird (oder werden darf)?

    ich habe einen schnarchzapfen als anwältin, der ich bis jetzt über 12.000,- € für eine scheidung bezahlt habe. die leistungen sind gleich null! hätte ich keinen anwalt gehabt wäre ich besser beraten gewesen; denn i c h muss der anwältin sagen, was zu tun ist. traurig aber war! ein wechsel zu einem anderen anwalt ist nicht möglich, da die kosten damit für die vorherige anwältin desswegen nicht aufgehoben sind. nein, würde ich zu einem anderen anwalt gehen, dann kassiert sie trotzdem mit ihrer ’nulleistung‘ weiter. anwälte würde ich als ‚zahlwälte‘ bezeichnen. jeden kfz-meister kann ich in regress nehmen. bei einem anwalt geht das nicht. lieber sich vorher bei den verbraucherverbänden oder im internet gründlich informieren als wie einem der sündhaft teueren anwälten in die fänge geraten. ich rate jedem ab, ich grundsätzlich einen anwalt zu nehmen. auch das die richter dem bürger nicht helfen würden, ist völlig falsch. ich habe wiederholt von den richtern während einer verhandlung hilfestellung erhalten, die eigentlich von meiner anwältin hätte kommen sollen. meinen meinung : anwalt, nein danke. nur im äußersten notfall.

    • Isi sagt:

      Obwohl dieser Beitrag schon einige Jahre alt ist, reagiere ich darauf mit den Worten: Stimmt alles, was Sie da schreiben. In der letzten Zeit habe ich Erfahrungen mit zwei Anwälten machen dürfen – und leider keine guten! Ich fragte mich sogar ernsthaft, ob die überhaupt Jura studiert haben. Da waren Schriftsätze, in denen es vor Rechtschreib-, Grammatikfehlern nur so wimmelte. Einem Anwalt bescheinigte der Richter im Gerichtssaal „völlige Unkenntnis“. Der andere beschied mir zwei Minuten vor dem Gütetermin, trotz intensiver Information über den Sachverhalt, dass das Gericht gar nicht zuständig sei! Der zuständige Richter bestätigte dies dann in der Verhandlung, war mir gegenüber jedoch ausgesprochen wohlwollend, so dass er meinte, er wäre am Fortgang meiner Klage sehr interessiert und würde in einigen Wochen darüber Information erhalten wollen. Mein Anwalt sass nur stumm da. Gut, dass ich mich zu Wort gemeldet habe.

      Die Frage, die ich mir stelle, woher bekommen die Leute so engagierte Anwälte, die sogar für 2.50 Euro Fahrgeld bis zum Bundessozialgericht gehen und gewinnen????

      • 24h Trend sagt:

        Was studiert man als Jurastudent?
        Vorgegebene Gesetzestexte, die dann in einer Verhandlung verwendet werden könnten und dennoch außer Beachtung bleiben, selbst wenn zum absolut gleichen Sachverhalt schon ein Bundesgerichtsurteil vorliegt?

    • Keine sagt:

      Du liegst genau richtig. Ich habe bei meine Scheidung ziemlich ähnliche Probleme gehabt. Die Anwälte haben sich abgesprochen und vieles mehr. Die haben uns aufeinander aufgehetzt um es richtig teuer zu machen. Ich kann jeden der wegen Unterhalt verklagt wir empfehlen, sich selbst zu verteidigen. So mit hast du kein Anwalt der dich vor weg ausgefragt und mit dem gegnerischen Ra. Pläne ausheckt.

  13. Ludwig sagt:

    Dazu ein eindeutiges Jein! Natürlich sollte man sich nicht in Prozesse stürzen, von denen man selbst nichts versteht, oder die im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen haben können. Trotzdem gibt es unter Juristen (und damit meine ich nicht nur die Anwälte) eine ganze Menge Flachschwimmer, die nicht einmal ihr eigenes Rechtsgebiet richtig beherrschen, geschweige denn den jeweiligen Sachverhalt vor Gericht plausibel darlegen. Das war vielleicht nie anders, aber heutzutage studiert ja jeder Jura, dem nichts besseres einfällt. Natürlich gibt es auch gute und sehr gute Juristen, die findet man am Gericht eher in den oberen Instanzen, und unter den Anwälten sind sie eindeutig in der Minderheit. Nichtsdestotrotz sollte es für den Normalbürger auch ohne Anwalt möglich sein, zu seinem Recht zu kommen, vor allem ohne das ritualisierte Kasperletheater, das die Juristen untereinander immer wieder aufführen.

  14. Alf sagt:

    Bringen wir es auf den Nenner!

    Anwälte = Gangster in schwarzer Kutte!!

    Der weit weitaus größere Teil der Anwälte ist unfähig faul und Charakterlos, um untersten Futtertrog angekommen. Die meisten Prozesse werden vorsätzlich von Anwälten provoziert, – damit die Kasse klingelt.
    Können Sie auch, weil nicht Leistung zählt, sonder das Mandat!
    Danach kommen diese Banditen immer Ihr Geld, selbst wenn Sie Ihren Mandanten bewusst an die Wand gefahren haben!

    Legal gemachter Diebstahl den es nur für die Zunft der Rechtsanwälte gibt!

    • Alfred E. Neumann sagt:

      Na, da schrammt aber einer haarscharf an einer Klage wegen Verleumdung, Beleidigung und übler Nachrede vorbei 😉

      • Josef Berres sagt:

        ich sage und bekunde dir, wehe dem der nicht hören will. Halte dich, egal was auch immer passiert fern von schwarzen Kittelträgern. meine dringenste und gut gemeinte Warnung: Meide Rechtsanwälte wie der Teufel das Weihwasser. Näheres hierzu entnehme meiner Homepage: www. rechtsbeuger-mafia.de unter korrupte Rechtsanwälte und kriminelle Rechtsanwaltkammer. Freundliche Grüße J.Berres

      • 24h Trend sagt:

        Wieso, es sind doch keine Namen genannt.
        Ich würde mit etwas weniger anzüglichen Worten, ähnliches ausdrücken. Eine Kloputzfrau oder Müllmann verdienen mehr Achtung.

    • 24h-Trend sagt:

      Ich stimme zu. Die meisten Prozesse werden von Rechtsanwälten iniziert. Aber was sollen wir Menschen tun, wenn wir in die Richtung gelenkt werden, uns eine Verhaltens- und Handlungsweisen nach Treu und Glauben abzugewöhnen?

  15. […] Zitat von bluesboy1975 Das wird leider keinen Anwalt wirklich interessieren, denn der Streitwert ist so gering, dass nur eine sehr gro

  16. Mumm sagt:

    Jedem ist bekannt, dass Fachwissen Vorteile mit sich bringt. Warum Viele dennoch sich nicht auf einen Anwalt verlassen möchten, liegt wohl eher an den schlechten Erfahrungswerten als an der Ermunterung zur Selbsthilfe durch TV Soaps. Solange ein nicht vernachlässigbarer Anteil der RA Zunft einen ähnlichen Schwund an Moral aufweist wie die Politik, muss man sich nicht wundern. Im Übrigen, auch mit einem RA liegt die Erfolgsquote selten höher als 50% – das sagt schon die Logik 😉

  17. Malibu sagt:

    Hi, Fachwissen hin oder her. Der Punkt sind nicht nur Formen, Fristen und sonstige fachliche (bewusste) Bremsklötze. Wenn ein Bürger den anderen verklagt oder durch seinen Anwalt per Mandat (Freibrief) nach allen miesen grenzwertigen Regeln der Juristerei zu gerichtlichen Auseinandersetzungen treibt, so muss sich der Gegner meist auch mit Anwalt schützen, um keine Fehler zu machen. ABER – Anwälte sind Kollegen, verdienen an der anhängigen Sache BEIDE und kennen sich besser, als man ahnt. WARUM sollte man sich tatsächlich bissig und effektiv für das angegriffene Opfer einsetzen, wenn doch damit die zu melkenden ZWEI Kühe nicht mehr verfügbar wären??? Recht haben und Recht bekommen sind bekanntermaßen zwei Dinge und die Branche boomt! Es geht doch nur um das liebe Geld, Gebührenordnung – statt Erfolgshonorar. Jeder jagt den absurdesten Mandaten hinterher, das ist doch der Job, der das Geld bringt. Ich weiß, wovon ich spreche! NO TRUST, sollte die Devise heißen!

    • 24h Trend sagt:

      Ich stimme Dir voll und ganz zu. Allerdings darf man doch erwarten, für eine 100 %ige Leistung bezahlt zu werden. Wenn dann fünf Rechtsanwälte tätig sind, keinen Sachverhalt zu dieser berechtigten Leistung zu kommunizieren, dann ist offensichtlich, mehr als nur reine Existenznot bei Juristen vorhanden.

      Der Beruf könnte eigentlich abgeschafft werden.

  18. Hannelore sagt:

    Der letzte Satz hat mir am besten gefallen 🙂 So ein guter Satz kann nur von einem wahrheitsliebenden, hoch intelligenten Autor kommen.

  19. Rohmann sagt:

    Hi,
    dank einer unfreundlichen Dame vom JA, die beleidigend wurde und mich vor Gericht orterte. Mein Anwalt, alles Belegt, mehrfache Gespräche, Infos usw. Vor Richterin kein Wort, lediglich die Zusammenarbeit zwecks Abklärung einer Diagnose meines Kindes.
    Einseitiges Verfahren! Keine Zeugen. Nichts hat er gemacht und ganz im Gegenteil, ist mir noch in den Rücken gefallen und hat der Richterin zugestimmt. Das war der Hammer. Mein Zweiter, dachte gut ausgesucht. Opfer- und Kinderschutz. Erstgespräch mit Kollegin, alles wieder vorgelegt, sowie die Fragen, die mein erster nicht beantwortet hatte (wusste nicht mal das er Akteneinsicht beantragen konnte beim JA/Erziehungsgutachten nach Bundesverfassungsrecht nicht zulässig) Hab ich auch erst später rausbekommen. Kennlerntermin mit dem eigentlichen zweiten Anwalt, neben der Kollegin. Merkwürdig. Zeugen, ebenfalls fand merkwürdig. Schnell, desinteressiert usw. Alles wieder belegt usw. Schreiben ans Gericht, da wurden keine Hintergründe notiert, nichts geklärt usw. Ich als Laie, für mich eher nichts aussagend!
    Zeugenaussagen mit Freunden gemacht, Zeugen, mien Sohn vorgestellt. Kein Rückruf usw. Infos ebenfalls reichlich hingeschickt usw. Vor OLG ich war erschrocken, die Richterin sofort als sie Platz nahm, alle vier Sachen sind abgewiesen usw. Er redet da, nichts wurde klar gestellt, nichts. Verfahrenspfleger, nicht neu beantragt, Sorgerecht zu mir, aufenthaltsbestimmungsrecht beim JA, wäre ich ja einverstanden gewesen. Jeder sagt, das ist merkwrüdig und keiner kann das nachvollziehen. Es interessiert keinen. Es stimmt mit Prosseskostenhilfe bemüht sich keiner. Ich war enttäuscht hier. Dachte ich, das ist ein Kämpfer. Das war Kaffeeklatsch, Spielball..
    Meine Seite spielte keine Rolle. Es war so vieles Fragwürdig und belegbar. Ich bin enttäuscht von Anwälten. Gespräch nach OLG. Er hatte es eilig, ging nicht auf mich ein. Keine Alternativen usw. Freundin nur kopf geschüttelt. OLG Beschluß, kein Abschlußgespräch, wie und was kann ich tun. Ich frage mich, wozu habe ich dann zustimmung bekommen, wenn dort ein richter entscheidet, das ich bei OLG gehen darf, Richterin sofort ablehnt alles und natürlich verloren habe. Ach ja, mit einem Auge schauen die Richter wohl gerne auf die Uhr. Ich kam überhaupt nicht zum Wort.

    Ich bin zwecks Versicherungen von einem Anwalt vertreten worden und dieser Mann hat sich wirklich Mühe gegeben. Der hat was getan. Aber das Familiengericht, JA und Anwalt scheinen sich abzusprechen oder zusammenzuarbeiten. Keine Ahnung hier bin ich traurig. Besonders für mein Kind, der so schlechte Anwälte hatte. Er kann ja keinen nehmen mit 9 Jahren. Anwalt des Kindes noch schlechter! Schlechter kann kein Mensch vertreten werden, wie mit einer oberflächen Rechtsanwältin, die sich nicht bemüht und überhaupt nur auf das Papier wert legt und nicht der Mensch und nicht die Seite der Familie. Ich suche einen neuen guten Anwalt, der wirklich FAKT sagt. Denn wozu kann ich es belegen, das man als Lügner hingestellt wird. Vom Gefühl her, ich hätte dort alles einzeln vorgelegt usw. Schade, das ich kein Anwalt geworden bin. Für ein neues Beratungsgespräch 150 Euro usw. Obwohl, für Leute, die nicht arbeiten, kann man über Anwalt über das Amtsgericht, Erstberatung beantragen. Brief, der Fall ist abgeschlossen und weitere xxx kosten xx. und es soll ein guter Anwalt sein. Für mich Augenmerk Geld! Über Arbeitsweisen kann ich nicht urteilen, aber für mich war das keine gute bemühte Arbeit, REcht zu fordern. Ich verstehe es bis heute nicht. Suche neuen Anwalt in HH. Leider habe ich komplett das Vertrauen verloren zu unseren Gesetzen, Richterinnen und Anwälte. Ich grübel heute noch darüber. Woher soll man wissen, ob ein Anwalt wirklich hilft und Arbeit gut macht, Menschen zu helfen. Oberflächlichkeit heutzutage. Wirklich schade und traurig.

    • Frau sagt:

      Ich kann dich und auch die anderen gut verstehen. Bin auch nur noch resigniert über Anwälte, die sich nicht einmal die Mühe machen, zu verbergen, dass Absprachen mit der reichen und einflussreichen Gegenseite getroffen wurden. Vieles wurde nicht in meinem Sinne getan. Horende Rechnungen musste ich bezahlen. Ich bin mit einer Skrupellosigkeit, Gefühllosigkeit und Korruption konfrontiert worden, wie ich sie mir nicht im Traum hätte vorstellen können. Reich müsste man sein, dann ist das Recht schon fast garantiert. Viele forcierte Aktionen fielen mir mordsmäßig auf die Füße, materiell und fast schmerzhafter das Unrecht und die Gewissenlosigkeit. Anwaltswechsel hätte ich mir sparen können; ist, als würde man sich zwischen Läusen und Hämorriden entscheiden müssen. Ich würde gern was nettes über diesen Berufsstand schreiben. Meine Erfahrungen lassen das aber nicht zu. Der Mandant ohne Zaster fällt durch´s Raster.
      Frau

  20. BGH_FAN sagt:

    im moment befinde wir uns in zwei Rechtsstreit. Eine Honorklage aus Anwaltlichedienst weil unsere ersten Anwalt uns gekündigt haben weil ich seine Entwurf zweimal geändert haben. Die Zweite ist über Baurecht. Ich habe mich informiert über BGH Entscheidungen. Anwälte und Richter müssen BGH Entscheidungen berücksichtigen. Richter entscheidet Selbständig aber Sie dürfen die stützendes Entscheidungen des Bundesgerichtshof nicht übersehen, und es ist die Anwältelichepflicht in ihrer Klage bzw. Antrag darüber hinzuweisen.
    Haftung des Anwalts für Fehler des Gerichts – erneute Überspannung der Anwaltshaftung Anmerkung zu: BGH 9. Zivilsenat, Urteil vom 18.12.2008 – IX ZR 179/07, NJW 2009, 987
    Entscheidungen von Bundegerichtshof.de ist online für Alle zugängig ab2000. Mann kan sogar die Pressemitteilungen abonnieren.
    Für alle Mandat die durch sein Anwalt gekündigt oder Kündigen will, suchen Sie nach – OLG Düsseldorf, Beschl. vom 27.06.2011 – I-24 U 193/10
    Am Ende vom Seite 2. Punkt 2. Gemäß Paragraph 628 beschreibt schon alles.
    Viel Glück an allen! Information ist MACHT!

    • 24h-Trend sagt:

      Vielen Dank. Ich werde mich mit den Links beschäftigen.

      Du kennst wohl noch keinen Richter, der in Hinweisen etwas verfügt, damit die nächste Instanz beschäftigt werden kann?
      Ich habe diese Erfahrung gemacht, Richter beim Amtsgericht gibt Hinweis, wie die Instandhaltungsrücklage deutlicher erklären kann, wenn das Rücklagenguthaben für Betriebskosten verwendet wurde (knapp unter 10 tsd Euro sollen da sein, knapp unter 600 Euro sind dagewesen).

      Der Verwalter der WEG ist selbst Rechtsanwalt. Ich habe auf die nächste Instanz verzichtet, weil er schriftlich bestätigt, das BGH Urteil zur Verwendung der Instandhaltungsrücklage zu kennen. Vom Richter beim Amtsgericht habe ich dazu keine Antwort erhalten.

  21. 24h-trend sagt:

    Warum urteilen Richter, ordnungswidrige Eingaben von Rechtsanwalt?

  22. 24h-trend sagt:

    Prozeßordnungswidrige Eingaben durch Rechtsanwalt wird von einem Richter zugelassen und der eigene Rechtsanwalt stellt sich unwissend. Warum?

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  24. Fachanwalt sagt:

    Ob Richter Rechtsanwälte wirklich mögen würde ich vorsichtig in Frage stellen. Anwälte können Verfahren mit den richtigen Anträgen und Beweisanträgen in die Länge treiben. Ein schlechter Vortrag eines Laien kann eventuell sehr leicht mit einem einfachen Urteil schnell abgebügelt werden. Dann ist die Akte vom Tisch.
    Aber um genau das zu vermeiden ist die Vertretung durch einen Anwalt oder Fachanwalt zu empfehlen.

    • 24h-Trend sagt:

      Fachanwälten fehlt allerdings die Fähigkeit, die Vereinbarungen zwischen unstrittigen Parteien zu lesen und kompetent fachlich ohne juristischen Schnickschnack mit widerstreitenden Interessen, umzusetzen.

      Ich habe meine Beschwerde an die Rechtsanwaltskammer gegeben. Immerhin kann Fachanwalt vorgeben Fachanwalt zu sein und hat möglicherweise diese Fachanwalt Qualifikation noch nie mit einer Prüfung belegen müssen.

    • Stefanie S. sagt:

      Oder umgekehrt: Der Anwalt macht einen schlechten Vortrag und hilft so dem Richter den Fall schnell loszuwerden.
      Nachdem man dann den Anwalt schriftlich auffordert Stellung zu nehmen, warum er wiederholt einen falschen Sachvortrag schreibt oder eine völlig falsche Rechnung aufstellt (Progression vergessen, ..), dann kündigt er das Mandat. Blöde nur, das Anwaltszwang herrscht. Die Katastrophe für den Mandanten.

      Uns passiert im Verfahren am LG Zwickau: S 6 59/14

      • 24h Trend sagt:

        Ich kenne die Alternative.

        Richter ignoriert den Schriftsatz eines Rechtsanwaltes.
        Richter lässt diesen Rechtanwalt im Endurteil ungenannt.

        Im Kostenfestsetzungsbeschluß der unterlegenen Partei wird dann allerdings dieser Rechtsanwalt dokumentiert.

  25. […] Ist die Anklageschrift eingetroffen, bedeutet das, dass die Staatsanwaltschaft bereits tätig war und der Betroffene der Tat verdächtig ist. Zu diesem Zeitpunkt ist es möglich, Beweise oder Einwendungen zu erheben. Diese Schritte sind an eine Frist gebunden, die einzuhalten ist. Theoretisch können Angeklagte sich bei diesen Punkten und im späteren Verlauf selbst vor Gericht vertreten, davon ist jedoch dringend abzuraten. […]

  26. Recht sagt:

    Anwälte? Fraglich heut zu Tage! Da kommt nichts mehr. Die sind so faul geworden. Ruhen sich aus, auf dem was sie einmal reingekloppt haben und da sie ja bekanntlich (leider) falsch sind, sprechen sie sich mit der Gegenseite hinterrücks ab und tragen einen angeblichen Vergleich oder Möglichkeit ihrem Mandanten vor. Grausam ist das, wenn man bedenkt, dass ein Anwalt eigentlich ein Dienstleister ist, den man für seine Fachkenntnisse in Auftrag nimmt, damit der für ein Entgelt seine Leistung (Best mögliche) für seinen Auftraggeber erbringt. Leider ist das fast nie der Fall. Manche haben nichts dagegen, viele wissen es nicht, fühlen es, reden sich aber ein, der Anwalt hat recht. Leider hat der nämlich auch keinen Bock sich in manchen Angelegenheiten auseinander zu setzten, ruft den Richter an, fragt, was bringt die Gegenseite vor, wie sehen die Aussichten aus und trägt das dann dem Mandanten ganz mühevoll vor. der arme Mandant vertraut „seinem ausgesuchten“ Anwalt und stimmt seiner „abgesprochenen“ Meinung zu. Also, was denken sich Anwälte eigentlich? Sind sie wirklich so Arrogant wie man von ihnen behauptet. Größtenteils ja! Denn wenn ein Anwalt gleich vom Start seinen Mandanten hintergeht und dies nicht als eine Hinterhältigkeit einsieht, nennt man das Arroganz und Überheblichkeit. Was kann man von solch einer Eigenschaft erwarten. Dann ist noch der beste Weg, sich selbst zu verteidigen, so gut wie möglich. Selbstverständlich muss man selbst den Nachteil, bei mangelndem Wissen und Vorbereitung, tragen. Die Richter sollten trotzdem ihr nachsehen deswegen haben. Vielleicht wäre eine Möglichkeit die Anwälte wieder an ihren Eid zu erinnern, den sie feierlich abgelegt haben. War das „ich diene dem Geld und nur dem Geld“ oder „der Wahrheit und der Gerechtigkeit?“ Nicht alle sind so, die Meisten absolut. Auch die Richter müssen einsehen, dass man, wenn man Kläger oder Beklagter ist und seine Unschuld beweisen muss oder die Schuld des anderen, sich nicht noch einem ……. ausliefern sollte. Soviel Toleranz muss sein.
    Liebe Anwälte flippt nicht gleich aus, wenn ihr das lest, sondern ändert euch. Was meint ihr, wie es denen geht, die ihr hintergeht? Bitter sagte ich euch.
    Tipp: Wenn mehr Laien sich selbständig machen, ich meine sich selbst verteidigen, müssen die Anwälte umdenken.
    Übrigens bei kleineren Delikten stärkt die Selbstverteidigung den Selbstwert.

    • S. sagt:

      Strafrecht? Man sollte wohl besser nicht so oft deliktsfällig werden?!
      Selbständigkeit steigert wohl eher das „Selbstwertgefühl“ – der Selbstwert läßt sich objektiv schlecht fassen…
      Wenn man – mit oder ohne Anwalt – nicht obsiegt, hat man das Nachsehen: bei bürgerlich-rechtlichen „Delikten“ die Haftung, im Strafverfahren die Haft.
      Selbstverteidigung gehört ins Kampftraining, Straftäter gehören vor Gericht etc. pp.!

    • Stefanie S. sagt:

      Das ist absolut 100% richtig. Wer es selbst nicht erlebt hat, wird das nicht verstehen.

      Der verstorbene Richter am Bundesgerichtshof und Verfassungsrichter Prof. Willi Geiger (DRiZ, 9/1982, 325): „In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln. […] Unter den in der Bundesrepublik obwaltenden Verhältnissen von den Gerichten Gerechtigkeit zu fordern, ist illusionär. […] Es ist für die unmittelbar Beteiligten objektiv nicht mehr möglich, den Ausgang eines Rechtsstreits zu kalkulieren. […] Ein der Entlastung der Gerichte dienlicher Rat könnte bei dieser Lage der Dinge sein: Führe möglichst keinen Prozeß; der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und im Zweifel ebenso gerecht wie ein Urteil.“

  27. S. sagt:

    Wenn das Gesetz Parteiprozeß vorsieht und der Richter seine Arbeit nicht tut: Befangenheit – oder eher Willkür?
    Das Recht muß dem Unrecht nicht weichen, obwohl natürlich kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht…
    Das ganze System ist marode und sollte reformiert werden!
    Mehr Macht der Gerechtigkeit!

  28. S. sagt:

    Condictio ob causam finitam: diligentia quam in suis… perge perge…

  29. Stefanie S. sagt:

    Sorry, ich habe bisher nur grottenschlechte Anwälte erlebt vor Gericht. Unser Anwalt wusste im Steuerberaterhaftungsprozess nicht, dass es eine Progression gibt, falscher Sachvortrag usw.

    Ich hatte das Gefühl, dass sich Richter und Anwalt absprachen. D.h. der Anwalt erklärte uns die Meinung des Richters. Die war, den Fall so schnell wie möglich loszubekommen.

    Z.Bsp. es liegt keine regelmäßige Arbeitsstätte vor, damit Familienheimfahrten geltend gemacht werden können. Oder, man braucht an der Nebenwohnug eine eigene Wohnung. Unser Anwalt erzählte uns dann einen Mist, so dass mir beim zu hören schon Übel wurde. Ich fragte immer wieder, wo das im Gesetz stehe. Er konnte nie begründen.

    Für uns wäre es besser, wenn der Anwaltszwang am LG tec. abgeschafft werden würde.

    In einem anderen Verfahren, erklärte der Anwalt die Klage nicht für erledigt. (Das hätte ich sogar als Laie gewusst). Obwohl wir recht hatten, mussten wir zahlen.

    LG Zwickau S 6 59/14

    • Reiner Lenz sagt:

      Liebe Stefanie,

      So wie ihnen geht ers mir seit Jahrzehnten. Einen auch nur halbwegs sachkundigen Anwalt der sich wenigstens einigermaßen für die Rechtsverfolgung seines Mandanten interessiert, habe ich noch nicht erlebt. Ich habe Haus und Hof und Hab und Gut in der DDR, nicht nur aber auch wegen anwaltlicher Fehler verloren. Ich war damals der reichlich naiven Ansicht, die auch hier geäußert wird, dass bei einem juristischen Fachmann, meine Rechtsverfolgung besser aufgehoben wäre, als bei mir selbst. Nach jahrelangen bittersten Erfahrungen habe ich mir irgendwann BGB und ZPO gekauft, die Urteilsfindungen in Presse und Internet verfolgt usw. usw. und habe autodidaktisch über Jahre hinweg eigene Sachkunde erworben. Seit einigen Jahren schreibe ich meine Rechtsanträge und sämtliche Schriftsätze ausschließlich selbst, um Sie anschließend von meinem jeweiligen Anwalt unterschreiben zu lassen. Seitdem ist meine Erfolgsquote vor Gerricht geradezu explodiert. Nur für die anwaltliche Unterschrift zahle ich, je nach Streitwert, Hunderte oder Tausende von Euro, für eine Angelegenheit die ich problemlos selbstständig ohne Anwalt erledigen könnte. Der Staat zwingt mich per Anwaltszwang ( 78 ZPO ) mein sauer verdientes Geld zum Fenster heraus zu schmeißen. Angeblich soll dies die Rechtssicherheit stärken. Das glatte Gegenteil ist der Fall. Ich habe vor Jahren auch schon einmal Jemand vor dem Amtsgericht erfolgeich vertreten. Dies obwohl die Gegenseite anwaltlich verteten war. Sodann ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen mich, wegen Verstoß gegen das sogenannte Rechtsberatungsgesetz, welches allerdings später vom BVG aufgehoben wurde. Im gleichen Atemzug hat man auch auch gleich die ZPO reformiert. War es früher laut ZPO trotz Rechtsberatungsgesetz wenigstens vor dem Amtsgericht möglich, einen Freund oder Bekannten zu vertreten, wurde auch diese Möglichkeit weitetsgehend abgeschafft.
      Wer sich bei einem Anwalt gut aufgehoben fühlt, bitte sehr, Niemand ist daran gehindert, wenn er dies so will. Aber das soll doch bitte ein Jeder mit allen positiven und negativen Konsequenzen selbst entscheiden dürfen. Der Anwaltszwang jedenfalls dient der Vergewaltigung des Rechts jedenfalls mehr, als dies ohne diesen Zwang möglich wäre. Meiner Meinung nach Jurist, ob Anwalt, Richter oder Staatsanwalt kann Jeder werden oder sein, der seinen Verstand einigermaßen zusammen hat. Die Ausbildung kann autodidaktisch erworben werden, ca 2 Jahre intensiven Selbststudiums, würden meiner Ansicht nach völlig ausreichend sein.

  30. Also ich kann ihrer Argumentation nicht für alle Bereiche zustimmen.
    Natürlich erfordert ein Rechtsstreit zum Leasing oder Schmerzensgeld usw auf jeden Fall juristischen Beistand.

    Ich war einmal ind er Situation, wo ich wegen einer Geschwindigkeitsübertretung meinen Führerschein abgeben sollte, wogegen ich Einspruch erhob – mein Anwalt teilte mir eine Woche vor der Verhandlung mit , er sei erkrankt und es sei soweiso sinnvoller, den Einspruch zurückzuziehen, da ich keine Chance hätte, meinenm Führerschein zu beghalten.
    Ich habe mich dann eine Woche lang intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und siehe da, ich durfte meinen Führerschein behalten.
    Darüberhinaus habe ich bei anderen Verfahren beobachtet, dass sich Anwälte desöfteren einer sehr unschönen Polemik bedienen, um zunächste einmal durch das Gewinnen eines verbalen Schlagabtauschs die Gegenseite einzuschüchtern.
    Das enttäuscht mich, denn letztich ist er ja auch ein „Anwalt des Rechts“ – gerade auch Anwälte die eine Partei geschützt duirch eine Rechtsschutzversicherung vertreten neigen dazu, Dinge zu eskallieren und sich außergerichtlichen Vergleichen zu widersetzen.
    Es wäre schön, wenn der Berufsstand ein kleines bißchen von dem Engagement hätte, wie es im Fernsehen versucht wird, darzustellen.
    Aber leider habe ich das noch nicht beobachtet – deshalb ist mein Respekt vor ihrem Berufsstand gering, wenngleich ich natürlich einsehen muß, dass man verschiedene Dinge nicht ohne sie lösen kann.
    Hinzu kommt, dass ich mein Geld damit verdiene, Menschen Freude zu machen, während das wirtschaftliche Interesse eines Anwalts naturgemäß darin bestehen muß, einen Konflikt solange wie möglich aufrecht zu erhalten.

    Ich wünsche Ihnen natrülich trotz meiner kritischen Anmerkung alles Gute.

  31. ha, ha, ha! RA & Richter sind eine „grosse Familie“ und besprechen sich vorab über den Ausgang der Sache ….

    • Stefanie S: sagt:

      Ist ja auch klar:
      Der Richter möchte gut dastehen und so viel Fälle wie möglich abschließen.
      Und der RA ist ja auch froh, wenn er den Fall so schnell wie möglich los oder in die nächste Instanz bekommt!

      Uns ist eingeredet worden vom Richter und Anwalt, man bräuchte einen eigenen Hausstand an der Nebenwohnung!

      Die behaupten tatsächlich gemeinsam 2+2=5!
      Und wehe, man wiederspricht oder schreibt eine Dienstaufsichtsbeschwerde, dann bekommt man eine Anzeige wegen Beleidigung und Nötigung!

      Das passiert tatsächlich am LG Zwickau!!!

  32. Valerie sagt:

    Ich dachte ohne Rechtsanwalt kann man gar nicht vor Gericht erscheinen. Der Staat müsste doch dann zwangsweise einen Anwalt bestellen oder täusche ich mich? Ein Laie kann sich doch nie und nimmer so gut verteidigen.

  33. Dicker Udo sagt:

    Ich kann hier nur für arbeitsgerichtliche Verfahren sprechen oder Mietrecht.
    Eine Klage kann man locker selber verfassen wenn man sich mit dem Thema befasst. Man braucht eine ordentliche Vorlage und trägt die Fakten und Beweise vor (natürlich beizufügen).
    Ein Anwalt nimmt sich dafür maximal 2 Stunden Zeit und verfasst irgend ein Standardschreiben. Man selber hat doch in der Regel viel mehr Zeit. Beim Arbeitsgericht Gütetermin war ich immer ohne Anwalt, kommt es jedoch zur Verhandlung würde ich einen Anwalt mitnehmen als Adlatus halt der die Thematik nicht kennen muss aber den Ablauf.
    Zivilrecht ergo beim ersten Termin.
    Ich hatte mal einen Vermieter auf Rückgabe der Kaution verklagt.
    Erster Termin ohne Anwalt wollte man mich zu einem extrem ungünstigen Vergleich nötigen, ich habe dann neue Zeugen und Gutachten beantragt. War beim zweiten Termin mit Anwalt, es gab keine wesentlich neue Fakten. Habe den Prozess zu 100 Prozent gewonnen.
    Man wird halt eben von vielen Richtern nicht ernst genommen.
    Ich habe zum Glück einen Freund jetzt der Anwalt ist. Bei Problemen verfasse ich im wesentlichen die Klage er gibt den Briefkopf. Das macht schon mehr Eindruck.

    • Claudia C. sagt:

      Das stimmt genau so wie es hier steht. Ich dachte auch ich könnte mich informieren und vor Gericht selbst vertreten. Nie wieder. Ich wurde schon zu Beginn vom Richter zurecht gewiesen, dass ich ihm mir meinem „Internetwissen“ nicht kommen brauche. Warum ich keinen Anwalt habe! Das ganze wurde auf eine Art und Weise abgehandelt die wirklich unmenschlich war. Ich habe noch heute ein Trauma davon. Nie mehr ohne Rechtsanwalt vor Gericht! !!!

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