Feed on
Posts
Comments

Es ist natürlich nur ein Problem der gesteigerten Wahrnehmung, aber es kommt einem so vor als würden Fälle, in denen man deutlich gemacht hat, dass es eilig ist, eher langsamer bearbeitet.

Hier war aus verschiedenen Gründen darauf hingewiesen worden, dass schnell ein Sachverständiger herbei muss, um den Sachverhalt aufzunehmen.

Das Gericht hatte dann auch nach einiger Zeit einen beauftragt, dann geschah aber nichts. Also fragt man nach. Dann wird ein Schreiben des Sachverständigen zugeschickt, dass seit 3 Wochen bei Gericht lag und in dem er erklärt, dass er bei näherer Prüfung festgstellt hat, dass es nicht sein Gebiet ist. Das Gericht bittet dazu um „Kenntnis- bzw. Stellungnahme“. Da hätte man, wenn man das Schreiben schon nicht gleich weiterleitet ja wenigstens der Gegenseite eine kurze Frist zur Stellungnahme geben können, damit es dann auch wirklich weitergeht.

One Response to “Warum man nicht sagen sollte, dass etwas eilig ist”

  1. Anne sagt:

    Niemand mag es, unter Druck gesetzt zu werden. Eilanträge werden von manchen Richtern (bewußt?) langsamer bearbeitet als reguläre Anträge und Klage. Die Akte eines Mandanten, der bei nicht wirklich wichtigen Sachen ständig nervt, landet bei mir auch schon einmal etwas tiefer im Stapel. Bis es zu nervig wird, dann wird der Dreck weggearbeitet, nur um Ruhe zu haben. So scheint es auch bei Gerichten und Behörden zuzugehen.

    Mir schrieb sogar einmal ein Richter – in einer ausnahmsweise wirklich, wirklich eiligen Sache, in der ein Rechtsverlust drohte – er fände es „ungehörig“, daß versucht werde, das Gericht durch einen Eilantrag „unziemlich“ unter Druck zu setzen. Hallo? Manchmal ist eilig eben eilig. Dafür hat der Gesetzgeber Eilverfahren geschaffen. Spaß machen Eilanträge niemanden. Auch Anwälten nicht.

Leave a Reply

%d Bloggern gefällt das: