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Aus einer Verhandlung:

Eine Zeugenaussage ergibt einen neuen Sachverhalt, den wir uns, da für uns günstig, zu eigen machten. Der Zeuge legte auch Fotos vor, die vorher noch nicht bekannt waren. Der Kollege erbat sich hierzu bei Gericht eine Stellungnahmefrist, um dies mit seinem Mandanten besprechen zu können.

Richter: Eine Stellungnahmefrist von 2 Wochen sollte hier reichen oder?

Kollege: Ich benötige ja noch die Fotos, die müßten durch das Gericht übersandt werden, da habe ich bei Gericht schon sehr schlechte Erfahrung gemacht, das kann mitunter sehr lange dauern.

Richter: Aber doch nicht bei meiner Geschäftsstelle! Da geht das heute raus!

Kollege: Ich habe gerade erst neulich von diesem Gericht meinen eigenen Schriftsatz zur Stellungnahme bekommen…

Richter (veschmitzt grinsend): Das muß kein Fehler des Gerichtes sein, wenn sie deutlicher vortragen würden müßten wir keine erneute Stellungnahme verlangen… aber gut, dann nehmen wir drei Wochen.

2 Responses to “Vielleicht liegt es an Ihnen, Herr Rechtsanwalt”

  1. Wenn ich mir vorstelle, daß in Strafprozessen zu jedem nicht erwarteten Ergebnis einer Beweisaufnahme drei Wochen Stellungnahmefrist eingeräumt werden …

  2. Brandau sagt:

    Ja, wir Zivilrechtler sind da halt etwas verwöhnt und verweichlicht 😉

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