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Mein Mandant schreibt gerne die Gegenseite und den gegnerischen Rechtsanwalt an. Leider schreibt der gegnerische Kollege auch noch zurück, obwohl er Kenntnis von unserer Vertretung hat. Bisher waren das unbedenkliche Schreiben á la „Sie hören demnächst von uns, wir schreiben Ihrem Rechtsanwalt“.

Jetzt leitet mir der Mandant aber eine Anfrage bezüglich einer umfassenden Erledigungsklausel weiter.

Das finde ich dann doch etwas problematisch in Hinblick auf § 12 BORA

§ 12 BORA Umgehung des Gegenanwalts
(1 ) Der Rechtsanwalt darf nicht ohne Einwilligung des Rechtsanwalts eines anderen Beteiligten mit diesem unmittelbar Verbindung aufnehmen oder verhandeln.
(2) Dieses Verbot gilt nicht bei Gefahr im Verzuge. Der Rechtsanwalt des anderen Beteiligten ist unverzüglich zu unterrichten; von schriftlichen Mitteilungen ist ihm eine Abschrift unverzüglich zu übersenden.

Zeit für ein böses Schreiben.

3 Responses to “Umgehung des Rechtsanwalts”

  1. rw sagt:

    Böses Schreiben an wen?

  2. RA Müller sagt:

    Wenn der Mandant sich ohne seinen Anwalt direkt an die Gegenseite wendet, ist es meiner Auffassung nach zulässig, wenn der Gegner diesem auch direkt antwortet.
    Wer den „Schutzschirm“ seines Anwaltes verläßt, sollte sich nicht beschweren, wenn auf ihn geschossen wird 😉

  3. Brandau sagt:

    @rw
    An den Rechtsanwalt.

    @RA Müller
    Also eine Auslegung nach dem Schutzzweck der Norm? Ich bleibe eher skeptisch 😉

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