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In einer Vaterschaftssache ging es um die Hautfarbe des Kindes. Der Richter bemüht sich um weitere Aufklärung, ob der schwarze Antragsgegner überhaupt in Betracht kommt:

Richter: Haben Sie denn noch was festgestellt? Ich meine Sie (zeigt auf die Antragsstellerin) haben ja zum Beispiel eine eher helle Haut und Sie (zeigt auf den Antragsteller) haben ja eher eine nicht so helle Haut….

5 Responses to “Politisch korrekt ist nicht einfach”

  1. wobo sagt:

    Ich finde das sehr fein und behutsam formuliert.

  2. zf.8 sagt:

    Wenn meine Grundkenntnisse in Biologie mich nicht trügen – und das tun sie, soweit sie außerschulisch erworben wurden eher selten – besteht keine biologisch zwingende Gesetzmäßigkeit, nach der ein schwarzer Antragssteller mit einer weißen Antragsgegnerin nicht ein vom Hautton der Antragsstellerin ähnelndes Kind zeugen könnte. Somit wäre die Anspielung der Richterin jedenfalls nicht zielführend.

  3. Brandau sagt:

    Ist richtig, das Kind kann auch vollkommen weiß sein, wenn der Vater schwarz ist. Aber es ist eben recht unwahrscheinlich. Ich hatte auch kurz gelbe und grüne Erbsen vor Augen als er das sagte, dachte aber, dass es nicht der richtige Moment für mendelsche Erwägungen ist.

  4. Mara sagt:

    Erinnert mich an eine Anekdote von Harald Schmidt: Die politisch korrekte Lehrerin bläut ihren Schülern immer ein, von „schwarzafrikanischen Mitbürgern“ zu sprechen. Aber wenn die Tochter mit so einem Mitbürger vor der Tür steht, denkt sie: „Oh Gott, ein Neger!“.

  5. Holger sagt:

    Sagt man noch schwarz? Ich dachte, „maximalpigmentiert“ ist momentan angesagt.

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