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Von der Planung her paßte eigentlich alles. Es war etwa eine Stunde Verhandlungszeit bei einem auswärtigen Termin eingeplant, dann würde die rechtzeitige Ankunft in Siegen zum nächsten Termin kein Problem sein.

Der Plan gerät aber recht schnell durch eine Verspätung des vorherigen Termins in Unordnung. Mit etwa 20 Minuten Verspätung öffnet sich dann die Tür und zumindest eine der Parteien kommt heraus, macht aber die Tür wieder ordentlich hinter sich zu. Man streift also die Robe über und wartet auf den Aufruf der Sache.

Weitere 15 Minuten vergehen.

Da es so langsam an die Reserven der Planung geht schaue ich mal in das Verhandlungszimmer – wo die Richterin und der verbleibende Kollege vom dem Vorgängertermin gerade noch dabei ganz allgemein und unjuristisch mit einander zu plaudern.

Immerhin hat die Richterin dann mit einem leicht schuldbewußten Blick das Gespräch abgebrochen und unsere Sache aufgerufen.

4 Responses to “Plauderstündchen im Gericht”

  1. ballmann sagt:

    Regel bei Gericht:
    Wenn jemand rausgeht, muss man selbst reingehen

  2. Brandau sagt:

    Schon richtig. Hier war ja immerhin noch die Hälfte der Parteien des vorherigen Termins im Raum, da war ich etwas zurückhaltender. Üblicherweise rufen Richter ja auch recht kurzfristig auf, gerade wenn sie Verspätung haben.

  3. AlterEgo sagt:

    Man kann sich ja auch schon in den vorherigen Termin reinsetzen während die Verhandlung noch läuft. 😉

  4. Brandau sagt:

    @AlterEgo
    Ja, aber draussen hat sich die Gegenseite mit dem Zeugen
    unterhalten, da steh ich immer lieber daneben.

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