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Es gibt immer wieder diese Situationen , wo der Zeuge etwas sagt, was so oder so ausgelegt werden könnte. Der Zeuge sagt nicht das aus, was man hören möchte, aber er sagt auch nicht das Gegenteil dessen aus, was man hören könnte. Beide Aussagemöglichkeiten sind aber in der Aussage angelegt.

Bei dieser Situation stellt sich immer wieder die Frage, wie man am besten weiter macht. Dies Gefahr ist, dass der Zeuge den Sachverhalt bei weiterer Nachfrage zu Ungunsten des Mandanten klarstellt. Andererseits kann eine Nachfrage natürlich genauso bewirken, dass der für den Mandanten günstige Sachverhalt bestätigt wird.

Ob man nachfragt ist dabei eine Frage des Einzelfalls. Wenn man die Beweislast hat und keine anderen Zeugen, dann bleibt einem oft nur die Nachfrage. Wenn man noch andere Zeugen in der Hinterhand hat, dann ist es mitunter besser sich auf diese zu konzentrieren.

Schade ist nur, dass man immer erst hinterher weiss, was besser gewesen wäre.

3 Responses to “Nachfragen bei der Zeugenvernehmung”

  1. Ja, nur nix zementieren. Das macht es dann schlimmer. Gute Seminare dazu macht übrigens Axel Wendler (so meine ich mich zu erinnern, namentlich, OLG Richter in Stuttgart).

  2. ballmann sagt:

    aus der Suttgarter Küche stammen auch die beiden sehr lesenswerten Bücher Rolf Bender, Armin Nack, und Wolf-Dieter Treuer : Tatsachenfeststellung vor Gericht

  3. Yep. Die schenkten mir meine Eltern noch in der Studienzeit, long time ago, wusste damals gar nicht was das sollte. Hab sie immer noch in einer Urauflage, geniale Werke, die (bei mir noch: Bender/Röder/Nack).

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