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Ein Kollege neulich im Gerichtssaal (in Beisein seines Mandanten, sinngemäß):

Wissen sie, deswegen habe ich in den Mandaten dieser Firma auch soviel Spass. Ich betreue sie seit einiger Zeit und ich sage immer wieder, dass man auch mal was schriftlich machen könnte. Aber man verkauft lieber mit Handschlag und so landet die Sache dann bei mir. Und ich frage immer nach, ob man diesmal nicht was schriftliches hat und immer heißt es nein, leider wieder nicht. Und dann sind sie in den Vergleichsverhandlungen viel zu großzügig, da ist mein Mandant jetzt mal lieber still und läßt die Gegenseite einen Vorschlag machen. Reden können wir noch genug auf der Rückfahrt, wenn ich ihm die ganze Zeit Vorhaltungen mache, warum er nicht endlich mal auf mich hört.

Unbelehrbare Mandanten kennt wohl jeder Anwalt. Ich denke es kam vom Herzen und ich befürchte es wird auch in Zukunft nicht befolgt werden.

One Response to “Mandantenbelehrungen”

  1. doppelfish sagt:

    Wer weiss … vielleicht wirkt diese zusammengefasste Geschichte auf den Mandanten lehrreicher als die Fragmente, die er im Laufe der bisherigen Fälle Stück für Stück erlebt hat.

    Also, nicht, dass ich dem o. g. Kollegen seinen Spass nicht gönnen würde 🙂 aber vielleicht hat er ja gerade mit dieser Rede seinem Mandanten das Wichtigste gesagt.

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