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Gestern wäre ich fast auf offener Straße gelyncht worden. Der Mob stürmte schon mit Fackeln und Heugabeln bewaffnet voller Wut auf mich zu und freute sich augenscheinlich, dass ich ihnen in die Hände gefallen war.

Was hatte ich getan?

In einer neuen Sache hatte sich ein neuer potentieller Mandant einen Termin geben lassen. Es sollte um Internetrecht gehen. Ein kurzer Blick auf die mitgebrachten Unterlagen zeigte aber, dass hier eher ein Strafrechtler benötigt werden würde.

Also habe ich die mir bekannten Rechtsanwälte, die in Siegen Strafrecht machen empfohlen.

An einen dieser wandte sich dann auch der Mandant und berief sich dann wohl auf mich als Vermittler – um sich dann gleich anschließend so schlecht zu benehmen, dass man ihn vor die Tür setzte.

Und Strafrechtler sind üblicherweise nicht die zimperlichsten aller Kollegen.

Die zwei mir entgegenkommenden Sekretärinnen waren nun entsetzt, dass ich so einen Rüppel zu ihnen schicke.

Konnte ich ja nicht wissen. Bei mir hatte er sich noch benommen.

Auf meine Versicherung an den strafrechtlich tätigen Kollegen fortan nur noch höfliche Diebe und Halsabschneider zu verweisen durfte ich aber einigermaßen ungelyncht von dannen ziehen.

5 Responses to “Knapp dem Tode entronnen wegen Mandatsvermittlung”

  1. Toni sagt:

    Undank ist der Welten Lohn 😉

  2. doppelfish sagt:

    Wie, einigermassen ungelyncht? Muß man jetzt „Gute Besserung“ wünschen? Oder nur warten, bis das Klingeln im Ohr nachlässt? 🙂

  3. Brandau sagt:

    @Toni
    In der Tat! Da meint man es nur gut…

    @Doppelfish
    Dem meisten Teer und den meisten Federn konnte ich entkommen 😉

  4. MaxR sagt:

    Daß es in Siegen noch derartige Sitten & Gebräuche gibt, habe ich schon öfter gehört.

  5. Brandau sagt:

    Mandatsvermittlungen? Ja, das kommt häufiger vor.

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