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Wir hatten ein Urteil erhalten und die Gegenseite noch einmal zur Zahlung aufgefordert. Als nach Fristablauf noch keine Zahlung eingegangen war haben wir Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet und das Konto der Gegenseite dicht gemacht.

Der Anruf der Gegenseite kam natürlich sofort.

Gegenseite: „Geben Sie das Konto bitte frei, ich zahle dann sofort.“

Ich:Tut mir leid, ich werde das Konto erst nach Zahlung freigeben“

Gegenseite: „Ich versichere Ihnen, dass ich nach Freigabe sofort zahle.“

Ich: „Nichts gegen Sie persönlich, aber was meinen Sie wie oft ich das schon gehört habe und es kam danach nichts?“

Die Antwort darauf, die ich bei der rethorischen Frage  natürlich weglasse, ist „Einmal“, aber das hat mir auch gereicht. Man wird ja aus Schaden klug. Seit dem gebe ich das Konto nicht mehr frei und die Leute müssen sehen wie sie trotz gesperrten Konto zahlen.

Eigentlich schade. Aber anders ist es einfach zu riskant.

2 Responses to “„Ich zahle ganz bestimmt“ oder berufliches Mißtrauen”

  1. Georg sagt:

    Ein Klassiker unter den Schuldner-Anrufen! Von wegen: wenn Sie das Konto nicht freigeben, kann ich ja erst recht nicht zahlen. Müssen Sie auch nicht! Die Bank zahlt uns ja Ihr heute eingehendes Gehalt aus…

  2. […] ich hier auch schon von einem Telefonat mir der Gegenseite berichtet hatte las ich einen Beitrag des österreichischen Kollegen Pratl über die 5 […]

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