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Die Mandantin hatte zu der Besprechung ihren Lebensgefährten mitgebracht. Dem hatte sie von Genossenschaftsanteilen erzählt, die sie als Geldanlage erhalten hatte und er hatte ihr daraufhin erzählt, dass er diese auch erst selbst erworben hatte, dann aber auf dringenden Rat seines Anlageberaters wieder verkauft hatte. Tatsächlich hatten sich die Genossenschaftsanteile auch nicht gerade gut entwickelt und für die Zukunft war mit einem weiteren Niedergang zu rechnen. Es sollte geklärt werden, wie sie aus der Genossenschaft so schnell wie möglich raus kommt.

Nachdem wir das rechtliche in ihrer Angelegenheit besprochen hatten hielten wir noch etwas Smalltalk und ich sprach den Lebensgefährten scherzhaft darauf an, dass er nun noch seine Freundin dringend mal den Namen seines Anlageberater mitteilen solle, der ihrige scheine ja recht riskant vorzugehen.

Ja, bestätigte er, sein Anlageberater sei da deutlich besser. Er sei die Genossenschaftsanteile losgeworden und habe damals auf dessen Rat in etwas Neues investiert, was sicher sei:

Die Göttinger Gruppe


Vom Regen in die Traufe. Aber erstaunlich, dass er das noch nicht gehört hatte.

2 Responses to “Göttinger Gruppe oder vom Regen in die Traufe”

  1. doppelfish sagt:

    Ein ausgezeichnetes Timing, die Göttinger Gruppe so kurz vor dem Konkurs noch zu erwischen. Hätte er mal besser ein bischen getrödelt …

  2. Brandau sagt:

    Er hatte den Vertrag schon vor Jahren abgeschlossen, insofern geht es noch. Wenn er ihn jetzt abgeschlossen hätte, dann hätte der Berater schon vorsätzlich gehandelt würde ich sagen

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