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Der bisherige Richter war in den Verhandlungen stets gut vorbereitet, hatte durchdachte Ansichten, hat vernünftige Fragen an den Sachverständigen gestellt, eine vernünftige Verhandlungsführung und dazu noch (zumindest wenn es um die Termine ging, die ich mitbekommen habe) wenig Verspätung.

Ich fand es also durchaus etwas schade als ich über das Gericht mitgeteilt bekam, dass es zu einem Dezernatswechsel gekommen war und wir eine neue Richterin hatten.

Ich kann mich aber keineswegs beschweren. Auch die neue Richterin war gut in der Akte, was gerade nach einem kurzfristigen Dezernatswechsel keine Selbstverständlichkeit ist.

Ihre Erklärung passt aber zu meiner Einschätzung des Richters:

Normalerweise ist ja ersteinmal Land unter wenn man ein Dezernat übermimmt, da findet man dann die ganzen Leichen und in den letzten Tagen liegengebliebenen Akten und bis man da durch ist sind einem schon die Neueingänge über den Kopf gewachsen.

Aber hier war alles tadellos im Schuss. Man hätte quasi von Aktenbock essen können!

2 Responses to “Gelungene Dezernatswechsel”

  1. Ein Staatsanwalt sagt:

    Eigentlich sollte das der Normalfall sein. Ich selbst habe bis jetzt jedenfalls (zum Glück?) nur Dezernate übernommen, die ordentlich aufgeräumt waren, und mich dafür im Gegenzug vor jedem Wechsel darum bemüht (und zwar hoffentlich mit Erfolg), ein Dezernat zu hinterlassen, für das ich mich bei meinem Nachfolger nicht entschuldigen muss. Und im Kollegenkreis ist auch das die eigentlich selbstverständliche Arbeitseinstellung.

  2. Brandau sagt:

    Wird wohl so sein, dass man die Fälle, wo es schief geht eher erzählt bekommt und dadurch ein anderer Eindruck entsteht.

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