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Für die Beauftragung eines Rechtsanwalts fallen Kosten an. Das ist den meisten Leuten bekannt.

Wenn die Gegenseite verliert muß sie die Kosten des Rechtsanwalts zahlen.* Das ist meist auch bekannt.

Immer wieder ruft es aber Erstaunen hervor, dass der Mandant die Kosten des Rechtsanwalts zahlen muss, wenn die Gegenseite verliert, aber pleite ist.

Auftraggeber des Rechtsanwalts bleibt ja der Mandant. Dieser hat im Falle des Gewinnens lediglich einen Erstattungsanspruch. Wenn dieser aber nicht in Geld umzusetzen ist, dann arbeitet der Rechtsanwalt natürlich nicht umsonst. Und wer sollte den Rechtsanwalt letztendlich bezahlen, wenn nicht der Auftraggeber?**

*Etwas vereinfacht ausgedrückt.

** Prozesskostenhilfe und Rechtsschutzversicherungen mal weggedacht

5 Responses to “Erstattung der Rechtsanwaltskosten, wenn die Gegenseite kein Geld hat”

  1. skugga sagt:

    Das mit dem Erstattungsanspruch verstehen aber mitunter schon handelsübliche RSV nicht, denen man eine Kopie der auf den Mandanten ausgestellten Kostennote schickt und die stattdessen eine wollen, die auf die RSV ausgestellt ist. RSV kann in diesem Zusammenhang auch gerne durch gegnerische Haftpflicht ersetzt werden… 😉

  2. fth sagt:

    Richtig spannend wird es aber erst, wenn man sich anwaltlich gegen eine unberechtigte Forderung zu Wehr setzt……

  3. Brandau sagt:

    @fth
    Da hat man von einigen Ausnahmefällen abgesehen im außergerichtlichen Bereich von vorneherein keinen Erstattungsanspruch.

  4. fth sagt:

    Tja – und genau das kann man einem Mandanten kaum vermitteln…

  5. skugga sagt:

    Das kann man nicht mal ganz wenigen Juristen ja schon nicht mal vermitteln, dass da die schönste Widerklage mangels Anspruchsgrundlage eigentlich gleich in die Tonne gekloppt werden könnte…

    Und davon, dass die vorgerichtliche Gebühr dann trotzdem angerechnet werden muss, schweigen wir lieber. Ich warte sehnsüchtig auf den § 15 a RVG…

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