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Der Vorteil der Email ist, dass einem der Mandant einfach und schnell viele Daten weiterleiten kann.

Der Nachteil der Email ist, dass einem der Mandant einfach und schnell viele Daten weiterleiten kann.

Es gibt Mandanten, die leiten einem wirklich alles weiter – bei einer Email-Diskussion, die ins unwesentliche abgleitet schadet es nie den Anwalt einfach mal mit ins CC zu nehmen und auch dort zu lassen. Eine Email mehr schadet ja nicht.

Das ist in diesem Fall aber so nicht ganz richtig. Jede Email wird ausgedruckt und fein säuberlich in die Akte geheftet. Gerade wenn dann noch im TOFU-Stil geschrieben wird hat man plötzlich Akten voller Datenmüll.

12 Responses to “Email – Für und wider”

  1. BV sagt:

    Bei TOFU einfach immer nur die neue Mail/die neuen Seiten einheften. Der Rest vom TOFU ist doch schon in der Akte.

  2. Brandau sagt:

    Bei uns werden die Emails ersteinmal alle ausgedruckt und dann der Akte zugeordnet. Was dann letztendlich wichtig ist und was weg kann entscheidet dann erst der Aktenbearbeiter. Vermindert das Risiko, dass aus versehen was wegkommt, was eigentlich in die Akte sollte. Und mit ein paar Leuten im Verteiler, die alle im TOFU-Stil ihren Senf dazugeben kann da schnell einiges an Papier zusammenkommen.

    Glücklicherweise mailen die meisten ja ganz vernünftig und gerade für Fotos oder das versenden von Daten, die man in digitaler Form braucht ist die Email natürlich herrlich.

  3. doppelfish sagt:

    Mal ganz abgesehen von dem Problem, die Authentizität und Vertraulichkeit der Email sicher zu stellen – mit nur wenig Geschick kann man dem einen oder anderen Beteiligten beliebigen Unsinn in die Akte praktizieren („aber Sie hatten doch in Ihrer Email gesagt, dass …! Hier, ich hab’s in der Akte!“). Gut, da gibt’s geeignete Werkzeuge, aber die muss man auch einsetzen. Und dann ist man deswegenein potentieller Straftäter.

  4. Brandau sagt:

    Emails bieten sicherlich Möglichkeiten zum Mißbrauch, wer das aber wirklich will braucht auch nur ein Schreiben desjenigen um den Briefkopf zu kennen und schon kann er auch auf dem normalen Postweg eine Menge Unheil stiften. Die Unterschriften werden in den wenigsten Fällen im normalen Postverkehr abgeglichen. Als ich beispielsweise mal auf eine neue Unterschrift umgestiegen bin hat das auch keinen interessiert.

  5. A. K. sagt:

    Ja wie – bei Ihnen gibt’s noch keine elektronische Akte?

  6. Brandau sagt:

    Nein, soweit sind wir noch nicht. Ich bin auch eigentlich ganz froh über meine Papierakten, auch wenn ich ansonsten für technische Neuerungen sehr offen bin. Das ist aus meiner Sicht angenehmer zu lesen, man kann leichter mal zwischen Seiten schnell hin- und herblättern etc.
    Aber wahrscheinlich wird es in naher Zukunft kommen. Was sind denn Ihre Erfahrungen mit der elektronischen Akte?

  7. doppelfish sagt:

    Fragen Sie doch mal den Kollegen RA Hoenig. Der kann da das ein Lied von singen 😉

  8. Brandau sagt:

    @Doppelfish
    Kurzzeitig hatte ich ja auf eine tatsächliche Gesangsdarbietung des Kollegen hinter dem Link gehofft 😉
    Dort gibt es also die elektronische Akte und sie verursacht anscheinend einiges an Backupaufwand?

  9. doppelfish sagt:

    Es gibt diese Seite, auf der das System kurz geschildert wird. Selber kenne ich die Technik (leider) nicht. Die Backups – siehe inkrementell und differentiell – sind wohl üblicherweise problemlos (da automatisiert), nur die Anschaffung eines neuen Backupservers höherer Kapazität machte das erstmalige Füllen des neuen Servers nötig, und das hat wohl gedauert.

    Aber besser über Backups ärgern als keine Backups haben.

  10. Brandau sagt:

    Ah, der Kollege führt auch nur zusätzlich elektronische Akten. Das wiederum könnte ich mir auch noch vorstellen. Wir versenden auch schon recht viele Schriftsätze als Email, gerade wenn es mal schnell gehen muß. Insofern wäre die Infrastruktur vorhanden. Für mich wäre der Mehrwert allerdings gering. Wäre interessant zu wissen, wie das potentielle Mandanten für sich sehen.

  11. doppelfish sagt:

    Nun, ich kenne ihn nun nicht persönlich, aber ich habe einen leisen Eindruck, daß er einer freunlichen Anfrage nicht allzu kritisch gegenüberstehen wird. 🙂 Insbesondere die Reaktionen der Mandanten kann man sicherlich nur durch Versuch und (hoffentlich keinen) Irrtum in Erfahrung bringen.

  12. A. K. sagt:

    Mir werden die elektronischen Akten immer ausgedruckt vorgelegt! 😀 Allerdings habe ich eine Aufgabe, bei der ich Anmerkungen in den Unterlagen machen muss, und dazu braucht man die Papierversion.
    Bisher machen die elektronischen Akten bei uns nur ein Bruchteil des Gesamtaufkommens aus (liegt aber wohl auch daran, dass die meisten noch keine dafür erforderliche elektronische Signatur besitzen).
    Ich persönlich lese übrigens auch lieber Gedrucktes auf Papier, daher bin ich über diese Verteilung nicht böse.

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