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Der Schuldner war verschwunden. Anfragen beim Einwohnermeldeamt brachten keinen gültigen Wohnsitz und die aufgrund einer Strafanzeige tätige Polizei konnte ihn ebenfalls nicht finden.

Schweren Herzens wurde daher die Zwangsvollstreckung vor einiger Zeit vorläufig eingestellt.

Jetzt melden sich die Eltern. Sie wollen die Schulden ihres Sohnes evt. ausgleichen, um diesem einen Neustart zu ermöglichen. Dazu sind sie nicht verpflichtet, denn Eltern haften nicht für ihre Kinder, unabhängig davon, ob diese erwachsen sind oder nicht. Sie haften allenfalls dafür, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben, wenn dadurch der Schaden verursacht wurde. Es handelt sich also um eine freiwillige „Haftung für die Kinder“.

Sehr nobel.

Und gut für den Mandanten.

One Response to “Eltern haften für ihre Kinder”

  1. Berger sagt:

    „Jetzt melden sich die Eltern. Sie wollen die Schulden ihres Sohnes evt. ausgleichen, um diesem einen Neustart zu ermöglichen. Dazu sind sie nicht verpflichtet, denn Eltern haften nicht für ihre Kinder, unabhängig davon, ob diese erwachsen sind oder nicht.“

    Ausgenommen der Gläubiger des Kindes pfändet den Unterhaltsanspruch des Kindes gegen seine Eltern und lässt ihn sich überweisen.

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