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Unser Mandant bittet mich Nebenfragen seines Falles mit seiner Bank zu klären, was ich auch gerne mache. Ich lasse mir vom Mandanten den Bearbeiter mitteilen, rufe diesen sogleich an, dieser ist auch tatsächlich sofort zu erreichen und auch sofort im Bilde. Kaum frage ich etwas, schon hat er die Zahlen und Fakten parat, die Probleme werden schnell aufgegriffen, dass Gespräch läuft super. Wir klären diese und jene Fragen und immer mehr beeindruckt mich, dass er stets allesgriffbereit hat und nie das Gespräch unterbricht um mal etwas nachzuschauen oder mit anderen Bankmitarbeitern abzuklären, wie man es von anderen Gesprächen kennt. Geistig sehe ich mich schon meine eigenen Bankaktivitäten zu diesem Herrn hinverlagern und das Gespräch nimmt nach sehr produktiven 20 Minuten sein konstruktives Ende.

Frohgelaunt rufe ich den Mandanten an, um ihm das Ergebnis der Besprechung mitzuteilen. Der Mandant daraufhin:

Kenne ich schon alles, ich hatte ja mit dem Bankbearbeiter schon alles durchgekaut kurz bevor ich sie beauftragt habe. Ich dachte nur es ist besser, wenn sie das auch noch mal mit ihm besprechen.

Das erklärt die Faktenkenntnis. Warum wir dann den ganzen Ritt durch alle Herleitungen gemacht haben ist mir allerdings etwas schleierhaft. Ein „Wir haben das schon mit ihrem Mandanten besprochen und sind mit dieser und jener Vorgehensweise einverstanden“ hätte genauso seinen Zweck erfüllt.

One Response to “Doppelt hält besser”

  1. Michi sagt:

    Sehr schön. Es geht doch nichts über effizientes Arbeiten.

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