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Gerade auf einem Schreiben der Gegenseite entdeckt:

Die Kollegen haben auf der ersten Seite jedes Schreibens rechts eine „Sidebar“, also einen Bereich, indem die Namen der Rechtsanwälte, Adresse und sonstige Daten aufgeführt sind. In der Mitte dieses Sidebars sind „aktuelle Informationen“ eingebettet, im Falle des mir vorliegenden Schreibens zB das folgende:

Aktuelle Information:

Wird ein Gebiss, das von einem Hund aus dem Schlafzimmer in den Garten getragen wurde, auch nach mehr als 18 Monaten nicht entdeckt, so gilt es im Haftpflichtversicherungsrecht als zerstört und nicht als gestohlen. (LG Hannover, Az. 18 S 86/04)

Ich nehme mal an, dass diese Leitsätze aus einer Datenbank zugefüttert werden. Über die Wirkung bin ich mir noch nicht ganz so sicher. Einerseits lockert ein lustiger Leitsatz vielleicht ein Schreiben auf, kann aber auch anders ankommen. Eine gewisse Abgrenzung zu anderen Briefköpfen nimmt es aber sicherlich vor und bleibt so vielleicht besser im Gedächtnis.

Was meinen die werten Leser?

5 Responses to “„Aktuelle Informationen“ im Briefkopf”

  1. doppelfish sagt:

    Für eine Website ist ja so ein Sidebar ein nettes Gimmick. Einige RAe betreiben Webseiten, die nur aus „neuesten Entscheidungen“ bestehen. Das ist aufgrund der Aktualität sehr interessant, für Juristen und Nicht-Juristen.

    Aber für Briefpapier? Würde man das auch in Emails machen? Und unterstellt man da nicht ein bischen, der Empfänger hätte da einen gewissen Nachholbedarf?

  2. MaxR sagt:

    Viel wichtiger ist für den privaten Gebrauch allerdings die Frage:
    Wenn man Hund durch Katze und/oder Schlafzimmer durch Badezimmer ersetzt, wie ändert sich dann die Anzahl der Monate?

  3. BV sagt:

    Wenn ich davon ausgehe, dass die Beiträge tatsächlich willkürlich ohne Bezug zum Adressaten des konkreten Schreibens eingefügt werden, halte ich das für Quatsch. Sollte es tatsächlich der Auflockerung dienen, indem lustige/kuriose Urteile präsentiert werden, sollte man das besser irgendwie kenntlich machen.

  4. Toni sagt:

    Ich finde, dass lustige Urteile auf einem Briefkopf eher unprofessionell wirken. Auf der Webseite ist das was anderes.

  5. Ben sagt:

    Die Gebiss-Geschichte würde sich gerade bei Großkanzleien gut machen, insbesondere wenn das Schreiben an einen Banken-Aufsichtsratsvorsitzenden geht.

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