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Das Internet verleitet mit scheinbarer Anonymität zu allerlei Äußerungen, die viele andererorts nicht tätigen würden. Auch Soziale Netzwerke wie zum Beispiel das StudiVZ oder Facebook gaukeln gerade in der vermeintlichen Abgeschiedenheit von kleineren Gruppen eine Vertraulichkeit bestimmter Äußerungen vor, die so nicht gegeben ist. Wer etwas schriftlich niederlegt sollte bedenken, dass er damit der Gegenseite den Beweis beispielsweise einer bestimmten Aussage sehr erleichtert. Bei Mitteilungen im Internet sollte zudem bedacht werden, dass die Informationen für jeden der Zugang hat abrufbar, und damit auch ausdruckbar und damit leicht in einen Rechtsstreit einzubringen sind.

Dies haben wohl, wie Jurabilis berichtet, Angestellte eines Restaurants nicht bedacht, die im StudiVZ eine Gruppe zu eben diesem Restaurant gegründet hatten und dort lautstark ihren Unmut geäußert haben und dabei – im Scherz – auch geäußert haben, dass die Lokalität niedergebrannt werden sollte. Der Arbeitgeber war entrüstet und hat 9 Mitgliedern dieser Gruppe gekündigt.

Auch anderweitig gilt, dass man mit Sozialen Netzwerken viel über sich preisgeben kann, was man vielleicht andere Leute gar nicht wissen lassen wollte. Wer sich heute für eine Arbeitsstelle bewirbt gut gut daran, sein Profil nur für Freunde sichtbar zu lassen oder es arbeitgeberfreundlich zu frisieren. Und wenn man Äußerungen in ein öffentlich zugängliches Netz stellt sollte man sich zunächst überlegen, ob man einen Zettel gleichen Inhalts auch offen auf seinem Schreibtisch im Büro liegen lassen würde. Wenn nicht, dann sollte man überlegen, ob die Information nicht besser in einer privaten Mail aufgehoben ist.

Alles was im Netz ist kann gegen einen verwendet werden. Schuld ist dabei aber nicht das Netz oder das Soziale Netzwerk, sondern der leichtfertige Umgang mit sensiblen Daten.

2 Responses to “StudiVZ ist kein rechtsfreier Raum: Kündigungen aufgrund von Gruppenbeiträgen”

  1. DE sagt:

    „Schuld ist dabei aber nicht das Netz oder das Soziale Netzwerk, sondern der leichtfertige Umgang mit sensiblen Daten.“
    Ganz genau so ist es. Soziale Netzwerke sind im Grunde genommen wie Kfz: Sinnvoll, praktisch und nützlich – aber eben auch gefährlich. Wer sie benutzt, ohne zu wissen, was er tut, gefährdet sich.

  2. Schufa sagt:

    Natürlich ist es das Netz nicht Schuld, aber es kann davon ausgegangen werden das man irgendwann wirklich über jeden Informationen im Internet findet…das ist schon irgendwie beängstigend.

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