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Wassermelonen sind das neue Viagra. Zumindest enthalten sie nach den Forschungsergebnissen amerikanischer Lebensmittelforscher den selben Wirkstoff wie die blaue Wunderpille.

Leider allerdings in geringerer Konzentration in dem Fruchtfleisch, wer mehr Wirkstoff haben möchte muß wohl die Schale essen. Die Forscher arbeiten aber an Früchten, die den Wirkstoff in stärkerer Konzentration im Fruchtfleisch haben.

Die Forscher haben allerdings auch bereits festgestellt, dass Wassermelonen nicht so „organspezifisch“ bei der Weitung der Blutgefäße sind.

Da die Forscher das aber sicherlich auch noch in den Griff bekommen darf man gespannt sein, wann die ersten Spammails auftreffen, die einem Wassermelonen anbieten. Bei der momentanen Hitze auch ungeachtet irgendwelcher weitender Wirkungen eine gute Wahl!

Um den Bogen zurück ins Rechtliche zu  bekommen:

Gegen unverlangt zugesandte Emails kann man sich wehren. Dies lohnt sich aber nur, wenn der Absender bekannt ist, in Deutschland sitzt und Vermögen hat. Hier kann sich eine Abmahnung verbunden mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung lohnen. Es sollte aber zunächst der Spammer selbst angeschrieben werden, da der BGH bei sofortiger Beauftragung eines Rechtsanwalts in einfachen Angelegenheiten die Kosten für nicht erstattungsfähig hält.

6 Responses to “Demnächst: Wassermelonen-Spam”

  1. doppelfish sagt:

    Hm, interessant. Ich hatte den Eindruck, das Urteil ziele – speziell in Punkt 2 und 2a auf die Selbstauftragung ab.

  2. Brandau sagt:

    Über den Fall der Selbstbeauftragung wurde entschieden, aber so wie ich das Urteil verstehe kann auch von einem Nichtrechtsanwalt in einfach gelagerten Fällen ein eigenes Tätigwerden verlangt werden.

    „Vergleichbare Grundsätze gelten auch außerhalb des Wettbewerbsrechts. Ist in einem einfach gelagerten Schadensfall die Verantwortlichkeit für den Schaden und damit die Haftung von vornherein nach Grund und Höhe derart klar, dass aus der Sicht des Geschädigten kein vernünftiger Zweifel daran bestehen kann, dass der Schädiger ohne weiteres seiner Ersatzpflicht nachkommen werde, so ist es im Allgemeinen auch nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats aus der Sicht des Geschädigten zur Schadensbeseitigung nicht erforderlich, schon für die erstmalige Geltendmachung des Schadens gegenüber dem Schädiger einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Vielmehr ist der Geschädigte in derart einfach gelagerten Fällen grundsätzlich gehalten, den Schaden zunächst selbst geltend zu machen.“

    Die Aussage an sich ist sehr allgemein gehalten. Das macht auch von der Argumentation her mehr Sinn. Denn wenn der BGH grundsätzlich bejahen würde, dass ein Anwalt erforderlich ist, dann wäre es auch nicht einzusehen, wenn er nicht einen beliebigen Anwalt, und dann auch sich selbst, beauftragen kann.

  3. corax sagt:

    Das gilt hier aber doch nur für Juristen als Spamopfer, oder höchstens noch für Personen die sich mit Abmahnungen aus beruflichen Gründen auskennen und nicht auch für Laien, oder?
    Wenn mich jemand rechtswidrig nervt, und ich aber Nichtjurist bin, dann darf ich doch wohl einen Anwalt beauftragen mein Recht durchzusetzen?
    Oder ist das auf jederman übertragbar?

    Glück auf!

  4. Brandau sagt:

    Ich meine es wäre auf jederman übertragbar. Zumindest steht in dem Urteil nichts von einer besonderen Sachkunde des Spamempfängers.

  5. corax sagt:

    Aber es gibt doch Menschen, die nicht wissen was eine Abmahnung ist, (ich noch vor 2 Jahren), aber gehört haben, dass Spam illegal ist.
    Oder anders, würden Sie mich nach Hause schicken, mit den Worten: „Da darf ich nichts machen, sonst bleiben Sie auf den Kosten sitzen, kümmern Sie sich selber?“
    Mir kommen da Zweifel.

    Glück auf!

  6. Brandau sagt:

    Wegschicken natürlich nicht. Aber den Mandanten darauf aufmerksam machen, dass er evt selbst zahlen muß. Und dann würde ich ihm raten zunächst eine Email mit dem Inhalt „Haben wir am … eine Spammail mit dem Betreff …. von Ihnen erhalten, wir bitten darum uns bis zum … schriftlich zu bestätigen, dass sie uns in Zukunft keine Mails dieser Art mehr schicken“. Kommt dann innerhalb der Frist nichts folgt die anwaltliche Abmahnung. Dann sollte es auch keine Schwierigkeiten mit der Kostenerstattung geben.

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