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Die professionelle Gestaltung einer Internetpräsentation ist für den Erfolg des Angebotes unverzichtbar. Egal ob bei einem eBay Angebot, bei einem amazon Verkauf oder im eigenen Online-Shop gilt: Ohne gute Fotos verkauft sich der Artikel schlechter. Der gute Händler ist daher gezwungen, viel Geld für originelle Produktfotos zu investieren und professionelle Fotografen zu beauftragen. Leider ist aber nicht jeder Händler bereit und fähig, Fotos selber anfertigen zu lassen. Im Zeitalter des „Copy and Paste“ werden häufig fremde Bilder und Fotos in Verkaufsbeschreibungen verwendet, ohne die Einwilligung des Rechteinhabers einzuholen oder sich ordentlich über die Nutzungsbefugnis zu informieren. Dieses Verhalten fügt den redlichen Rechteinhaber einen enormen wirtschaftlichen Schaden zu: Der „Bilderklauer“ spart sich durch die unbefugte Übernahme der Fotos nicht nur Zeit und Geld, gleichzeitig kann er hierdurch das Produkt günstiger als der Konkurrent anbieten. Vor diesem Hintergrund wehren sich immer mehr Shop-Betreiber zu Recht gegen die unbefugte Verwendung ihrer Fotos.

Nach dem Urheberrecht kann der Rechteinhaber relativ problemlos die Verwendung seiner Fotos verbieten lassen. Darüber hinaus stehen dem Rechteinhaber Schadensersatzansprüche zu, bei denen die Gerichte seit einigen Jahren immer großzügiger werden: Sofern es sich um Fotos handelt, die von einem Laien hergestellt wurden, werden von der Rechtsprechung Schadensersatzforderungen von pauschal mindestens 50 € bis 80 € pro Bild zugesprochen, bei professionell hergestellten Produktfotos erhöhen sich die Beträge auf mindestens 150 € pro Bild.

Zusätzlich gewähren die Gerichte teilweise einen 100%-Zuschlag auf den Schadensersatz, wenn bei der Nutzung der Fotos die Angabe des Fotografen unterbleibt. In einem von uns erstrittenen Urteil hat das Amtsgericht Düsseldorf ausdrücklich bestätigt, dass diese Grundsätze auch bei Produkt- und Katalogfotos gelten. Dies gilt selbst dann, wenn – wie üblich – auf dem professionell hergestellten Originalfoto keine Angabe des Herstellers zu finden ist (Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf vom 21.12.2011, Az. 57 C 5028/11). So kann bei unbefugter Verwendung fremder Produktfotos schnell eine Schadensersatzpflicht von 300 € pro verwendetem Foto entstehen.

Wer fremde Fotos nutzt, sollte sich also unbedingt vor der Verwendung über die Nutzungsberechtigung vergewissern und sich die entsprechenden Rechte einräumen bzw. vorlegen lassen. Dieses gilt bei allen Arten von Fotos, auf einen besonderen „künstlerischen Charakter“ der Bilder kommt es nicht an. Wer sich nicht vorher informiert, läuft andernfalls Gefahr, im Nachhinein erhebliche Schadensersatzansprüche bezahlen zu müssen.

Rechtsanwalt Sebastian Trost
Ref. jur. Christopher Behne
www.ra-trost.de

2 Responses to “Bilderklau im Internet: Schadensersatz”

  1. lisa marina sagt:

    ich bin verheiratet seit 2 jahre und ein monaten..ich liebe meine mann aber seit er eine joung frau aus in der arbeiter kennen lernen..ist mit mich woanderes geworden beziehungsweise..wir streit past jeden tag und das neu er spricht dann und wann uber scheidungusw. meine unerfahrenhen fragen ist:Er hat eine 3 dritte heiraten urkunde eintragen direkt in stamdamt eintragen lassen, onhe mir sagen..ich vermuten dass , er will scheidung lassen onhe das ich zu wissen..Aber meine fragen ist wir sind nicht getrenennt nicht leben und nicht bett und tisch..Er kannst das machen auch so? oder normalweise ich soll das wissen?

  2. Markus sagt:

    Der doch etwas trockene, dennoch lesenswerte, Artikel wird deutlich durch den Beitrag von Lisa Maria aufgewertet. Vielen dank dafür, Lisa! 🙂
    Aber um eine Frage zu beantworten, ich bin juristischer Laie, glaube aber sicher sagen zu können, dass man sich nicht ohne das Wissen seiner Frau scheiden lassen kann.

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