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Nach einem angeblichen Biss auf in der Leberwurst versteckte Schweinezähne biss ein Kläger auch beim LG und beim OLG Oldenburg auf Granit.

Vorgetragen hatte der Kläger er habe beim Genuss eines Leberwurstbrotes auf etwas Hartes gebissen, dann einen scharfen Schmerz gefühlt und ein knirschendes Geräusch vernommen. Ungeachtet dessen sei aber der Hunger so groß gewesen (und die Leberwurst wohl so köstlich), dass der Kläger gleich noch einmal beherzt in das Brot biss. Beiden Bissen fiel nach den Angaben des Klägers ein eigener Zahn zum Opfer. Eine Untersuchung der Leberwurst habe dann ergeben, dass man hier nicht nur das Schwein, sondern wohl auch dessen Zahn verarbeitet hatte. Ein Zahnrest sollte der Verursacher der Zahnbeschädigungen sein.

Das Landgericht zeigte sich nicht überzeugt, was bei dem obigen Vortrag auch nicht verwundert. Der Hersteller verwies zudem darauf, dass die Leberwurst durch einen Fleichwolf mit Löchern von 5 mm gepreßt werde und im übrigen auch kein Kopffleisch verwendet wurde.

Da der Kläger die Voraussetzungen für seinen Anspruch beweisen muß, dass Gericht den Beweis aber nicht als erbracht ansah, ging der Kläger ohne Schmerzensgeld aus und muß daher nunmehr auch finanziell die Zähne zusammenbeissen.

(Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 07.07.2008; Az.:8 U 88/08)

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