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Nach den erstinstanzlichen Feststellungen des Landgerichts Hildesheim hatten die Angeklagten über viele Jahre ein Schneeballsystem betrieben, bei dem sie Geld, das sie für Fahrten von zum Unternehmen gehörenden Geldtransport- und Geldbearbeitungsunternehmen erhielten, dazu verwendeten, Außenstände der zur Unternehmensgruppe dazugehörenden weiteren Gesellschaften asuzugleichen. Fehlbeträge wurden durch Zugriff auf das bei anderen Kundenfahrten erhaltene Geld ausgeglichen. Damit wurden dann die Forderungen auf Heruasgabe der früher übernommenen Geldsummen mit Verspätung erfüllt. In vielen Fällen entnahmen zumindest zwei der Angeklagten auch Geld für den eigenen, privaten Gebrauch. Dies konnte nicht lange gutgehen, es entstand schließlich ein Fehlbetrag von mehren hundert Millionen EUro.

Das Landgericht Hildesheim hatte die zwei Geschäftsführer und zwei ebenfalls angeklagte Angestellte von weiteren Unternehmen der Heros-Gruppe wegen mehrfacher Untreue beziehungsweise wegen Beihilfe zur Untreue bzw. anderern Straftaten zu Gesamtfreiheitsstrafen zwischen sechseinhalb und zehn Jahren verurteilt.

Der BGH hat mit Beschluß vom Beschluss vom 1. April 2008 – 3 StR 493/07die Revision der Geschäftsführer verworfen, so dass die gegen diese ergangenen Urteile nunmehr rechtskräftig sind.

Bezüglich weiterer angeklagter Mitarbeiter wurde der Schuldspruch geändert, so dass die Angelegenheit zur Festsetzung einer neuen Strafe an die Vorinstanz zurückverwiesen wurde.

(Zur Presseerklärung des BGH)

2 Responses to “BGH bestätigt Urteile gegen Geschäftsführer der Heros-Gruppe”

  1. corax sagt:

    Ich gebe nur kurz zu bedenken, dass die BaFin mal zwischenzeitlich erwogen hatte, solche Firmen zu überprüfen und zu zertifiezieren.
    Schnell stellte sie aber diese Versuche mit der Begründung ein: „Dann müssten wir (so gut wie allen diesen) Firmen die Genehmigung entziehen.“ und der Markt würde zusammenbrechen.
    Wie gestandene Geldhäuser (oder Versicherungen) solche enormen Summen, solchen Firmen unkontrolliert überlassen konnten ist mir unverständlich.
    „Gelegenheit macht Diebe“ heißt es doch nicht umsonst.
    Mir sind da zu wenige personelle Konsequenzen gezogen worden.
    Dazu fällt mir nur dieses: „Die kleinen hängt man …“ ein

  2. Brandau sagt:

    Tja, ist wahrscheinlich alles aus der Not geboren, irgendwelche Firmen muß man ja beauftragen…

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