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Im Versorgungsausgleich geht es darum, die von den Ehegatten während der Ehe erworbenen Anwartschaften oder Aussichten auf eine Versorgung wegen Alters oder Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit auszugleichen.

  • Splitting: Die übliche Form des Ausgleichs. Es werden Rentenanwartschaften von dem Rentenversicherungskonto des einen Ehegatten auf das Rentenversicherungskonto des anderen übertragen (bis beide innerhalb der Ehe gleich viel erworben haben), § 1587 b Abs. 1 BGB, § 1 VAHRG
  • Quasi-Splitting: Hat derjenige der Versorgungsbezüge abgeben müßte, kein Rentenversicherungskonto, zB weil er Beamter ist und daher durch die Beamtenversorgung abgedeckt, wird so getan als habe er ein Rentenversicherungskonto und die Anwartschaften von diesem fiktiven Konto übertragen. Die Beträge müßen dem Rentenversicherungsträger durch die Beamtenversorgung ausgeglichen werden. Dieses Verfahren wird daher nur bei öffentlich-rechtlichen Versorgungsträgern durchgeführt, da diese eine Gewähr dafür bieten zu dem Zeitpunkt zu dem der Ausgleich erfolgen muss noch vorhanden zu sein. § 3 III VAHRG
  • Supersplitting (erweiteres Splitting): Dieses Verfahren wird bei Betriebsrentenansprüchen oder nicht-öffentlich-rechtlichen Versorgungsansprüchen durchgeführt, wenn zugleich noch Anwartschaften in der Gesetzlichen Rentenversicherung oder aber bei öffentlich-rechtliche organisierten Verorgungswerken bestehen. Es werden dann um das Bestehen der anderen Betriebsrentenansprüche etc auszugleichen, ein höherer Anteil aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder von Bezügen eines öffentlich rechtlichen übertragen, so dass insgesamt beide innerhalb der Ehe gleich viele Versorgungsbezüge erlangt haben, § 3 b I Nr. 2 VAHRG
  • Pflicht zur Zahlung von Beiträgen: Das Gericht kann dem Verpflichteten auferlegen, für den Berechtigten zur Begründung vion Anrechten auf eine bestimmte Rente Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung zu leisten, wenn dies zumutbar ist, § 3 b I Nr. 2 VAHRG
  • Abfindungsregelung: Gemäß § 1587 l BGB kann ein Ehegatte wegen seines künftigen Ausgleichsanspruchs von dem anderen eine Abfindung verlangen, wenn diesem die Zahlung zumutbar ist.

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