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Im Zugewinn sind zu den jeweiligen Stichtagen alle Aktiva und Passiva zu saldieren. Hat einer der Ehegatten zBAnsprüche auf rückständigen Unterhalt, dann stellen diese bei dem anderen Ehegatten Passiva dar. Fraglich ist damit, wie Unterhaltsansprüche im Zugewinn zu behandeln sind.

  • Forderungen aus Unterhalt sind in das Endvermögen einzustellen, wobei auch hier das Stichtagprinzip zu beachten ist. Die Forderungen müßen daher vor dem Stichtag enstanden sein und an diesem noch bestehen.
  • hat der Unterhaltsberechtigte die Zeit ohne Unterhaltszahlungen durch Darlehen überbrückt, so sind diese sich daraus ergebenden Darlehensverbindlichkeiten in sein Endvermögen gestellt.
  • Bildet der Unterhaltsberechtigte aus dem Unterhalt Rücklagen, die beim Stichtag noch vorhanden sind, sind diese ebenfalls im Endvermögen zu berücksichtigen. Allenfalls kann eine Korrektur erfolgen, wenn eine Berücksichtigung dieser Beträge grob unbillig wäre (§ 1381 BGB)
  • Unterhaltsrückstände sind Verbindlichkeiten des Unterhaltspflichtigen und somit als Passiva in dessen Endvermögen zu berücksichtigen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Endvermögen bei rechtzeitiger Zahlung ebenfalls geringer wäre, weil der Unterhaltsschuldner dann weniger Geld zur Verfügung gehabt hätte um Vermögen aufzubauen. Auch hier kann aber nur ein Unterhaltsanspruch bis zum Stichtag berücksichtigt werden. Der Unterhaltsanspruch muß daher zu diesem Zeitpunkt bereits fällig sein.

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