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Wie gerade überall durch die Presse geht (beispielsweise Focus) ist die Zahl der Scheidungen 2007 in Deutschland gesunken.

Insgesamt ist nach Rechnung des Focus ein Rückgang um 2 % zu verzeichnen.

Auch andere interessante Zahlen nennen die Studien:

  • Anzahl der Scheidungen
    • 2006: 190.900
    • 2007: 187.100
  • Wer beantragte die Scheidung:
    • Frau: 55,1 Prozent
    • Mann: 36,3 Prozent
    • beide: 8,6 Prozent
  • Trennungszeitraum
    • zumindest ein Jahr: 84,4 Prozent
    • zumindest drei Jahre: 13,7 Prozent
    • unter einem Jahr 2,1 Prozent (sog. Härtefallscheidung)
  • durchschnittliche Ehedauer:
    • 2006: 13,7
    • 2007: 13,9

Zur Kritik an diesen Zahlen: Tribunius

One Response to “Scheidung: Zahlen für 2006 und 2007 im Vergleich”

  1. Martin P. Wedig sagt:

    Die Zahl der Jährlichen Scheidungen ist kein Maß der Beständigkeit von Ehen. Focus und auch das die Zahlen veröffentlichende Amt (http://www.tagesschau.de/inland/ehen100.html 29.1.2009) interpretieren den Zeitverlauf falsch. Ein Bild der Beständigkeit ist die Verteilung der Ehedauer im Jahr der Scheidung. Diese nicht normale links schultrige Verteilung darf nicht durch Berechnung der arithmetischen Mittelwerte verglichen werden. Eine zusäztliche Problematik ist der Vergleich von mit einander verflochtenen Daten in einer Zeitreihe. So unterscheiden die aufeinanderfolgenden Erhebungen nicht Scheidungen aus erster von Scheidungen aus n-ter Ehe.
    Literatur:
    Wedig, M.P.: Mittelwerte hängen von den Rändern der Verteilung ab. Die Mitte – das Zentrum der Betrachtung. Perfusion 2009;22(2): x-xx(Vor Publikation).

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