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Im Kindesunterhalt deckt der nach der Düsseldorfer Tabelle zu zahlende Betrag üblicherweise den gesamten Elementarbedarf ab.

Der tatächliche Bedarf kann aber bei ungewöhnlichen Fällen auch höher liegen. Unterschieden wird zwischen Mehrbedarf und Sonderbedarf

a) Mehrbedarf

Mehrbedarf liegt vor, wenn ein besonderer Bedarf vorliegt, der regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg anfällt und der das Übliche demaßen übersteigt, dass die typischen Durchschnittsbeträge der Düsseldorfer Tabelle dies nicht berücksichtigen.

Ein klassischer Fall ist ein dauerhaft erhöhter Bedarf aufgrund einer Krankheit. Es zeigt sich allerdings eine Tendenz mehr und mehr Positionen diesem Mehrbedarf und nicht einem Sonderbedarf zuzuordnen.

Bei der Frage des Mehrbedarfes ist insbesondere zu prüfen, ob es sich tatsächlich um einen erhöhten Bedarf handelt oder aber auch diese Ausgaben bereits in den Tabellenbeträgen erfasst sind. Kleinere Klassenfahrten und Ausflüge können je nach den Kosten und dem gezahlten Unterhalt auch bereits enthalten sein. Zudem ist zu prüfen, ob die Ausgaben auch tatsächlich dem angemessenen Bedarf des Kindes entsprechen , also beispielsweise ob eine Nachhilfe tatsächlich erforderlich ist.

Mehrbedarfspositionen können beispielsweise die langfristige Nachhilfe, eine orthopädische Zahnspange, Studiengebühren, die Konfirmation oder ein Ganztagskindergarten sein.

Der Mehrbedarf muß durch eine Abänderungsklage geltend gemacht werden und unterliegt den für Unterhalt üblichen Regelungen beispielsweise bezüglich der Geltendmachung für die Vergangenheit (vgl. § 1613 BGB).

b) Sonderbedarf

Sonderbedarf ist hingegen gemäß der Legaldefinition in § 1613 II Nr.1 BGB ein unregelmäßiger außergewöhnlich hoher Bedarf. Es muß demnach ein überraschender, nicht mit Wahrscheinlichkeit voraussehbarer und der Höhe nach nicht abzuschätzender Bedarf, der aus dem laufenden nicht berücksichtigt werden konnte vorliegen.  Ob eine Aufwendung als außergwöhnlich hoch zu bewerten ist, entscheidet sich nach der jeweiligen Höhe des laufenden Unterhalts, den sonstigen Einkünften des Unterhaltsberechtigten, nach dem Lebenszuschnitt der Beteiligten, sowie Art und Umfang der besonderen Aufwendungen.

Fälle von Sonderaufwendungen sind unvorhergesehene Krankheitskosten, Erstausstattung eines Säuglings und Kosten für Nachhilfeunterricht, wenn dieser nur vorübergehend wegen plötzlicher Schulschwierigkeiten erforderlich ist.

Der Sonderbedarf wird, im Gegensatz zum Mehrbedarf mit einer einfachen Leistungsklage geltend gemacht. Ein Abänderungstitel ist nicht erforderlich. Zudem kann Sonderbedarf gemäß § 1613 II Nr. 1 BGB auch noch bis zu einem Zeitraum von einem Jahr in die Vergangenheit geltend gemacht werden ohne das der Verpflichtete in Verzug gekommen ist oder der Anspruch rechtshängig gemacht worden ist (Was beim Mehrbedarf erforderlich ist).

19 Responses to “Mehrbedarf und Sonderbedarf beim Unterhalt”

  1. Gulia sagt:

    Kinderunterhal ganz niedrig, mit dem Geld nur sehr schwere
    über die Runden kommen, das aber Bund auch muss wissen über gemeinnütziger Träger.

  2. Iris sagt:

    Schon traurig, dass die Mutter allein über das Portemonnaie des Vaters bestimmen darf. Mein Mann zahlt an sein Kind mit der Ex Tabellenunterhalt der Stufe 8, das ist ein sehr hoher Unterhalt. Die Mutter des Kindes kommt aus finanziell schlechteren Verhältnissen, und hat einen deutlich niedrigeren Lebensstandard. Sie aber entscheidet nun immer wieder, welchen Luxus ihr Kind noch zusätzlich haben muss und streitet immer wieder um Mehrbedarf. Weil der Vater in guten Verhältnissen lebt, sind die Begehrlichkeiten da sehr groß! Schlimm, dass die Gerichte dann der Mutter immer wieder Recht geben, dem Vater aber kein Mitspracherecht. Denn eigentlich bessert sich mit dem Geld die Mutter die Taschen auf, beim Kind kommt das doch gar nicht an!

  3. Bertl sagt:

    Ja leider, jeder Mann sollte sich sehr überlegen ein Kind zu zeugen, wenn es erst mal da ist ist er quasi finanziell kastriert. Er unterliegt der Erwerbsobliegenheit, hat einen Selbstbehalt, der falls er nochmal Vater wird weiter gekürzt werden kann, u.s.w.. Jeder Dienstleister muß in Form einer Rechnung belegen, wofür er das verlangte Geld ausgegeben hat, nur Bezieher von Unterhalt nicht, und das in einem Land mit kapitalistischen Grundlagen.

  4. Bertl sagt:

    Ja leider, jeder Mann vielleicht auch Frau (eher jedoch nicht, ist ja das schwächere Geschlecht) sollte sich sehr überlegen ein Kind zu zeugen, wenn es erst mal da ist ist er quasi finanziell kastriert. Er unterliegt der Erwerbsobliegenheit, hat einen Selbstbehalt, der falls er nochmal Vater wird weiter gekürzt werden kann, u.s.w.. Jeder Dienstleister muß in Form einer Rechnung belegen, wofür er das verlangte Geld ausgegeben hat, nur Bezieher von Unterhalt nicht, und das in einem Land mit kapitalistischen Grundlagen. Leider bedeuten Kinder für Unterhaltspflichtige nicht mehr Zukunft sondern Stagnation und langes Warten auf den Tod und das auf niedrigsten Niveau.

  5. Bigi sagt:

    Männer können diese Situation vermeiden, wenn sie sich selbst mit in die Erziehung und Haushalt mit einbringen würden, so das die Frau weiter arbeiten kann. Leider sind die meisten Männer durchaus damit einverstanden, das die Frau zu Hause bleibt, und sich allein um Kind und Haushalt kümmert. Die Männer sind froh, damit nichts zu tun zu haben, und wundern sich nur, das die Frau zu Hause immer unzufriedener wird. Dazu kann ich nur sagen, wer damit einverstanden ist, das Frau zu Hause ist, und ihr Erziehung und Haushalt allein überläßt, muß leider beim Scheitern auch die Konsequensen tragen und Frau und Kind allein unterhalten, wie vorher auch. Man sollte sich folgendes vor Augen halten, von dem Geld, das für eine Familie gut gereicht hat, für Urlaub oder sonstiges, von diesem Geld muß nach einer Trennung, zweimal Miete, Telefon, Auto, GEZ, Versicherungen usw. bezahlt werden.
    Es reicht für beide Seiten meistens nicht in ausreichendem Maße. Kinder sind bei einer Trennung immer die Leidtragenden, und Unterhaltsgesetze versuchen wenigstens den Kindern materielle Sicherheit zugeben.

  6. John sagt:

    Ich stimme Iris zu. Ich bin geschieden, und habe eine Tochter in Deutschland. Ich wohne im Ausland. (Bin Auslander). Jedesmal wenn ich sie besuche, hat meine ex-frau ’ne jede menge neue sachen (TV, Stereo, moebelstuecke usw. Ich bin zu 30% behindert und finde keine Arbeit, muss von meinem unfallrente (za. Eur 600) leben. Ich zahle unterhalt, auf freiwilliger basis von Eur 228 mtl. es gibt kein Titel oder gerichtliche unterhaltsforderung. Naturlich komme ich kaum klar. Jetzt hat meine ex entschieden, ohne meine zustimmung, dass meine tochter eine teure zahnspange braucht. Ich soll jetzt fuer die naechsten 4 jahren extra bezahlen. Der Grund, … es sei ein fall fur mehr- bzw sonderbedarf, da mit ihrem gehalt, kindergeld (fur 2 kinder), Unterhalt furs 2. Kind von ihrem Lebenspartner, und was von seinem Gehalt ubrig bleibt kaeme sie nicht klar. Ubrigens, ich bin auch nochmal verheiratet, hab ein 7 monat altes kind bei mir, und meine frau arbeitet nicht. Ich finde es unfair dass meine ex einfach mehr verlangen darf als ich tatsaechlich bezahlen kann, und die Anwaelte kein Rucksicht auf meine Behinderung nehmen, stattdessen kreig ich nur drohungen wegen arbeit. Ich sehe nicht ein dass ich die rechnungen von Otto oder Quelle usw bezahlen soll.

  7. missy sagt:

    verstehe hier nur bahnhof, habe eine sehr schwer kranke tochter, der erzeuger zahlt nur unterhalt, jetzt stellte sich raus das er seit 6 jahren zuwenig unterhalt gezahlt hat, kita hat er nie bezahlt, kosten wegen erkrankung die von der krankenkasse nicht übernommen werden/ wurden hat er auch nie übernommen, selber kann ich wegen der erkrankung meiner puppe zur zeit noch nicht arbeiten, waren nicht verheiratet. habe x-mal gefragt ob er sich beteiligen könnte, er hatte mir geld geborgt ja und ich musste es zurück zahlen, dabei habe ich jetzt erfarhen das er es hätte zahlen müssen, er arbeitet seit über 17 jahren bei einer großen rentenversicherung.. kann ich kita kosten noch verlangen? ich habe die kita schulden noch am hals…

  8. Michael sagt:

    Hallo missy,du kannst ein Jahr rückwirkend zurück verlangen. Das geht aber nur über eine Abänderungsklage da es ein Mehrbedarf ist. Er muß aber nicht die vollen kosten übernehmen.

  9. Anna sagt:

    Hallo zusammen, ich finde es auch sehr traurig, das die Männer hier im Lande wirklich die A….karte haben, ich habe da auch so ein grosses Problem, mein Mann hat schon 3 Kinder und muss natürlich Unterhalt zahlen, da er auch gut verdient, zahlt er auch dementsprechend viel. Das Problem daran ist, das seine Exfrau auch immer wieder neue sachen erfindet, wo mein Mann den Mehrbedarf zahlen kann, die Kita kosten für die eine und für die andere Schuluniform, da sie auf einer Privatschule ist usw. Das beste für einen Mann ist wirklich, wenn er keine Kinder zeugt!!

  10. enzo sagt:

    Es kristallisiert sich hier heraus, dass das klassische Bild der
    Familie im Sinne der fortschreitenden Gleichberechtigung nicht mehr
    so richtig funktionieren mag. Einerseits ist im Grundgesetz die
    Gleichberechtigung geregelt (was ja so in Ordnung ist), andererseits
    wird im Grundgesetz auch die klassische Familie „unter besonderen
    Schutz gestellt“.
    In der klassischen Familie wurde die Frau an den Herd gestellt. Stellt
    man nun den Mann dorthin, ist man der Gleichberechtigung auch nicht naeher gekommen.
    Aber was tut man nur mit der Familie? Wie sieht ein neues Modell
    aus, in dem Frau und Mann sich selbstverwirklichen und auch den
    Kindern Liebe, Fuersorge, Geborgenheit, Fo(e)rderung und
    Bildung zur Vorbereitung auf das Leben zukommt?
    Wie das auch immer geloest wird, ich weiss es heute und an dieser
    Stelle nicht, aber es wird ein grosser Fortschritt der Gesellschaft sein.

  11. Ief sagt:

    ich kann da ähnlich missy aus meiner Erfahrung heraus nur sagen, dass ich dem Typ erst mal Jahre hinterherrennen musste wegen Grundunterhalt, musste mein Studium (Selbstfinanzierer) abbrechen, weil ich keinen hatte der sich um das Kind gekümmert hätte in der Zeit wo ich arbeiten hätte müssen…und sozi gabs ja nur, wenn man fein daheim sass… hat den A…. ja auch nicht interessiert. Nicht desto trotz wollte ich nur für das Kind den ihm zustehenden Unterhalt – nicht mehr ABER auch nicht weniger. Viele reden hier vom armen Mann…Die gibt es wohl, klar. Die armen Ehrlichen, die noch rumrennen in Deutschland. Aber vergesst mal bei Euren Kommentaren nicht die Frauen ( bzw. wohl bemerkt auch Väter), die mit allem fein allein sitzen gelassen werden, dem Unterhalt hinterherlaufen müssen – auch via Jugendamt und Gericht, und dann immer noch versucht wird, das Kind über den Tisch zu ziehen in jeder Hinsicht – nicht dass es schon ausreichen würde, wenn es noch nicht mal eine Weihnachts- oder Geburtstagskarte bekommt von seinem Vater… Ja, mein Sohn hatte dieses Jahr eine Tumorresektion im Rückenmark, ging Gott sei Dank alles glatt – bis heute hat sich der feine Herr Vater noch nicht mal für seinen Zustand interessiert. Also Tip an einige Vorredner: es gibt sehr wohl Mittel und Wege über das Jugendamt hinweg dafür Sorge zu tragen, dass der gezahlte Unterhalt auch beim Kind ankommt und nicht bei einer geldgeilen Kuh oder einem geldgeilen Ochs. Desweiteren wurde ja immer betont, dass der Verdienst recht gut ist, dann denke ich doch dass man für die Beweisbeschaffung einen Detektiv anheuern kann…Dann Anwalt, dann Gericht und schon darf Madame jeden Cent des Unterhalts belegen wofür sie den ausgibt…

  12. Heike sagt:

    Hallo,
    in der Tat mag es für den Mann so aussehen, als ob er nur zahlen muss und ausgenommen wird. Jedoch sollte sich jeder Mann mal überlegen, wieviel er zahlen müsste, wenn die Familie noch zusammen leben würde. Man hat auch hier für die Kinder diese Kosten, man fährt in Urlaub zusammen u.s.w.. Die einzigen Mehrkosten sind seine eigene Wohnung bzw. der Strom/Heizung dafür. Das Geld ist nicht für die Mutter, sondern für die Kinder, die der Vater hoffentlich trotzdem noch liebt. Kinder kosten viel Geld und die Mutter möchte nicht, dass sie unter der Trennung leiden und auf so vieles verzichten müssen, sie können schließlich nichts dafür. Wenn der Vater genug Geld hat, warum soll er dann nicht dafür zahlen? Schließlich hat er trotzdem seine Vaterpflichten. Kinder, die bei der Mutter leben, kosten diese zudem viel Freizeit, die der Vater nicht opfern muss. Sie muss neben Berufstätigkeit den Haushalt führen und den Kindern trotzdem noch Aufmerksamkeit geben (Spielen, Hausaufgaben, Betreuung). Wann hat sie vor allem bei kleinen Kindern eine Stunde für sich übrig? Der Vater hat die Kinder meist nur alle 14 Tage am Wochenende, heile Welt! Manche Mutter würde da sicher gerne mal tauschen. Der Vater sollte sich mal überlegen, ob die paar Euros es ihm wert wären, im Dauerstress zu stehen. Jeder Mann jammert, wieviel er zahlen muss. Man muss das wirklich abwägen, er zahlt für seine Kinder und gleicht der Mutter die fehlende Freizeit aus. Ich finde das völlig in Ordnung und meine eher, dass sehr viele Mütter da unterbezahlt sind. Ein schlecht bezahlter 16-Stunden-Tag. Nur wenn es ans Existenzminimum des Vaters geht und er sehr viel schlechter dastehen würde, fände ich es nicht tragbar. In allen anderen Fällen schon!

    • C. sagt:

      Liebe Heike,

      „der Vater hat die Kinder meist nur alle 14 Tage am Wochenende, heile Welt“
      Ich glaube Du machst Dir keine Vorstellung davon wie viele Väter ihre Kinder liebend gern mehr sehen würden nur die Gerichte in aller Regel die 14 Tage Klausel entscheiden. Ich persönlich würde sofort tauschen und da meine Ex-Frau auch einen akademische Ausbildung hat und beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe ich dies auch vor Gericht vorgeschlagen.

      Also bitte Vorsicht mit dem 16h Tag. Wenn Du ehrlich bist arbeiten relativ wenige Frauen mit Kind und wenn meistens Teilzeit. In der Regel sind die Kinder nicht länger als 13h am Tag wach und davon locker 8h in der Schule oder Kindergarten.

      • Ella sagt:

        Ich kann hier nur immer wieder den Kopfschütteln!
        Diese armen Männer, die immer nur bezahlen dürfen und dann diese Geld geilen Frauen, die sich den Unterhalt der Kinder in die eigene Tasche stecken. Klar gibt nur schwarz und weiß……
        Wie wäre es mal an die gemeinsamen Kinder zu denken, statt ständig den oder die Ex in der Vordergrund zu rücken?
        Die Kinder haben nämlich schon genug gelitten, dass sich die Eltern trennen! Wer glaubt, Kinder kommen unbeschadet aus einer Trennung raus, der Irrt. Die Eltern versuchen doch alles genau DAS zu verhindern.
        Und liebe Männer und Frauen, ihr hattet alle eine Wahl, eure Kinder hatten leider keine, die müssen euch jetzt ertragen! Das werden sie euch aber sicher noch vorhalten, seid dem Gewiss!

    • M sagt:

      Es kommt wohl sehr auf die Einzelpersonen an.
      Ich kenne eine Mutter, die studiert (und arbeiten geht – ja, gleichzeitig, von irgendwas muss sie ja leben), ihr Kind betreut und erzieht (Keine Großeltern in der Gegend) und vom Vater des Kindes, der sich nicht weiter dafür interessiert, verklagt wurde, dass er weniger Unterhalt zahlen will und keinen Mehrbedarf anerkennt. Sie bekommt einen Minimalunterhalt und darf die Gerichtskosten tragen.
      Ich kenne aber auch eine Mutter, die für gutes Geld arbeiten geht, ihr Kind regelmäßig vor Nintendo, Wii und Fernseher parkt, die eigenen Eltern zur Betreuung im Haus hat und somit ihr Kind (freiwillig!) kaum sieht, dem Vater aber ständig anwaltlich noch irgendwelche Zahlungen aus der Tasche fordert. Der Vater würde gerne das Kind hälftig betreuen, kümmert sich und unternimmt viel (auch unter der Woche), scheitert aber am Widerstand der Mutter, die weder ihre Macht noch das Unterhaltsgeld einbüßen möchte.

  13. Bernhard sagt:

    1) ist das mit dem wer arbeitet zumeist eine wirtschaaftliche Entscheidung zum Nutzen BEIDER d.h. zur Maximierung des Haushaltseinkommens. Es gibt wenige Familien bei denen (wenn einer w.g. Kindern nicht oder weniger erwerbsarbeitet) eine deutlich besserverdienende Frau zu Hause bleibt oder reduziert.

    2) ist in der Trennungsphase der Unterhaltsempfänger UE gegenüber dem Unterhaltszahler UZ deutlich im Vorteil (zumindest wenn UZ höheres Einkommen) weil:

    Geld:
    UE 50% + Kinderunterhalt
    UZ 50%
    (50% jeweils vom verfügbaren Einkommen – Kindesunterhalt)

    Arbeit:
    UE 0% + Kind(er) + weniger Haushalt
    UZ 100% + Haushalt

    d.h. geht man davon aus dass vor Trennung das Geld geteilt wurde hat hernach der UE relativ mehr Geld zur Verfügung bei kinderbedingt natürlich auch höheren Ausgaben. Da Kindesunterhalt jedoch nicht zweckgebunden ist und keiner Nachweispflicht unterliegt (leider!) ermöglicht er nicht selten dem UE einen kostspieligeren Lebensstil als dem UZ.
    Auch bei der Arbeisbelastung verbesser sich UE und verschlechtert sich UZ. UE muss nach da Trennung weniger arbeiten (kleiner Haushalt; Wäsche v. UZ etc). Demgegenüber muss der UZ nach der Trennung mehr arbeiten weil er die (häusliche) Arbeit des UE ja nun z.T. selbst machen muss.
    Fair wäre es eigentlich wenn der UE solange er 50% des verfügbaren Einkommens des UZ erhält und nicht durch eigene Erwerbsarbeit zum Einkommen beitragt, auch seine bisherigen Arbeiten weiter erledigt (Garten, Wäsche etc.). Ansonsten hat das im Ergebnis schon was von faulem schmarotzen.

  14. Kati sagt:

    bei alldem sollte man aber nicht alle Mütter gleich behandeln. Ich habe zwei Kinder (7 und 9) gehe Vollzeit arbeiten und habe auf ein KFZ verzichtet, um den Kindern jede mögliche Tür offen zu halten. Der KV hat sich eingerichtet mit neuer Frau und Kind und den Kontakt zu unseren vor 4 Jahren gänzlich abgebrochen. Da ist es fair, wenn neben aller Arbeit und Verantwortung für mich sein Anteil der Unterhalt ist.

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