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Category Archive for 'Kanzleialltag'

Freudige Rechtsanwälte

Ein Fall nährt sich dem Ende. Ein Streitpunkt ist allerdings übrig geblieben.
Die Gegenseite schreibt dazu:

Wie ich Ihnen schon schrieb, bleiben wir vollumfänglich bei unserer Rechnung. Wir erwarten den Ausgleich unserer Rechnung bis zum …. Danach werden Verzugszinsen fällig und unser Anwalt freut sich auf Arbeit.

Bei einem Streitwert von unter 300 € wird die Freude verhalten [...]

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Eine neue Mandantin ruft an. Sie fragt:
Mandantin: Meine Tochter ist 17 Jahre alt. Darf der Vater schon <einfache Tätigkeit> mit ihr machen?
Ich: Warum nicht? Das ist ja nichts besonderes, sie ist ja schon fast volljährig?
Mandantin: Habe ich 17 Jahre gesagt? Ich meinte natürlich 17 Monate!
Ändert die Lage natürlich erheblich.

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Die Gegenseite beruft sich bei einem noch bestehenden Vertragsverhältnis, dass nach deren Meinung noch nicht ganz abwickelt ist, auf einen Rückforderungsanspruch, der auf ungerechtfertigte Bereicherung gemäß § 812 BGB gestützt sein soll.
In bestehenden Vertragsverhältnissen findet aber § 812 BGB keine Anwendung, weil die vertraglichen Regelungen vorgehen (kurz gefasst).
Das hatte ich auch in meiner Erwiderung so [...]

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Besser gut vorbereitet

Der Kollege beanstandet einen Punkt im Gutachten. Die mündliche Erläuterung durch den Sachverständigen wird angesetzt. Also bereitet sich der Kollege auf den Termin vor und hält alle Gegenargumente bereit, um die möglichen Ausführungen des Sachverständigen zu entkräften.
Was sagt der:
Stimmt, da habe ich mich wirklich unglücklich ausgedrückt. Meinte ich aber ganz anders, sie haben recht.
So ein [...]

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Wenn man einen Rechtstreit hat, bei dem beide Parteien versichert sind und hinter beiden Parteien die gleiche Versicherung steht, dann macht mich das immer etwas misstrauisch, wenn ich mit dem Versicherungsmitarbeiter auf “meiner Seite” rede.
Zwar habe ich mir schon erklären lassen, dass die Versicherungen da recht separat sind und das letztendlich auch als verschiedene Forderungen [...]

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Lieber nicht

Ich lehne einen Anspruch ohne weitere Begründung ab. Die Kollegin ruft an und will die Sache noch einmal besprechen. Ist stelle wiederum Klage anheim.
Die Kollegin will aber gern noch etwas erfahren:
Verraten Sie mir doch noch wenigstens etwas zu ihrem Mandanten. Ist da überhaupt was zu holen?
Verraten ist da das richtige Wort.

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Nicht erreichbar

Der Kollege ist telefonisch nicht erreichbar. Und schriftlich ist die Sache schwer zu klären.
Beim Festnetzanschluss landet man zu jeder Tageszeit auf dem Anrufbeantworter und die Handynummer, die ja sogar auf dem Briefkopf steht, ist auch nicht besser.
Das man mal etwas hin und her hat und sich ein paar Mal wegen beiderseitiger Besprechungen verpasst kommt ja [...]

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Erfrischend ehrlich

Es schreibt die Gegenseite:
dazu wird vorsorglich Bezug genommen auch Palandt…, dort gemäß Hinweis auf …. den der Unterzeichner noch keine Gelegenheit hatte nachzusehen.
Das hätten die meisten wohl einfach als Blindzitat angeführt. Ein Schriftsatz ist ja keine Doktorarbeit.

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Ein Ortstermin. Der Sachverständige fragt bezüglich eines Geräts:
Sachverständiger: Ich habe gelesen, dass sie das Gerät gar nicht mehr nutzen?
Gegenseite: Nein, ich nutze es täglich, das hat mein Anwalt einfach so geschrieben, keine Ahnung warum.
Ich kann mir schon denken warum. Lohnt sich doch immer wieder mal die Gegenseite selbst zu fragen.

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Überraschende Lottogewinne

Der Mandant regt sich über einen gegnerischen Kollegen auf. Dieser fragt zugegebenermaßen die bereits mitgeteilten Informationen zum dritten Mal an.
Der Mandant:
Nichts gegen Ihren Berufstand. Aber einige ihrer Kollegen haben ihre Zulassung auch im Lotto gewonnen oder?

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