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Kündigt ein Besteller einen Werkvertrag, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen. Er muss sich aber gemäß § 649 I 2 BGB „dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt.“

Wir haben nunmehr eine solche Abrechnung vorgenommen. Dabei sind wir vom vereinbarten Werklohn ausgegangen und haben dann die Ersparnisse aufgelistet, um dann die Gesamtsummer der Ersparnisse abzuziehen. Dadurch ergibt sich dann die verbleibende Forderung.

Die Gegenseite stürzt sich nun in die Abrechnung und greift diese an, was ja auch ihr gutes Recht ist. Der Kollege auf der Gegenseite scheint sich dabei aber etwas in der Sache verrannt zu haben. Er geht in die Ersparnisse und beanstandet, dass diese zu hoch angesetzt sind. Das hätte dann natürlich zur Folge, dass wir weniger von der eigentlichen Werklohnforderung abziehen müssen.

Ich sollte mir den Vortrag zu eigen machen und die Klage erhöhen.

5 Responses to “Gegenseite: „Ich würde gern noch etwas mehr zahlen“”

  1. MP sagt:

    Der Kollege muss es wissen – ich würde Ihn beim Wort nehmen.
    Er wird ja sicherlich nicht einfach Pauschal etwas beanstanden? 🙂

  2. Toni sagt:

    Da würde ich doch glatt den Vortrag der Beklagten zugestehen 😉

  3. Sehr schön. Viele verstehen aber die Norm wirklich nicht. Ab dem 1.1. wird es dann ja einfacher, 5% gibt es dann immerhin sowieso, vermuteterweise (FoSiG).

  4. RA Munzinger sagt:

    Den Kollegen würde ich weiterempfehlen; jedenfalls dann, wenn ich ein Mandat wegen Interessenskollision nicht annehmen könnte.

  5. Hallo,
    Der Artikel hat mir sehr gut gefallen.
    Vielen Dank und Gruß 🙂

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