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Die Gegenseite war früher kurzzeitig anwaltlich vertreten gewesen, trat aber nunmehr ohne Anwalt vor Gericht auf. Ich habe den Termin in Siegen für Kollegen in Untervollmacht wahrgenommen.

Wie üblich brachte der Gegner nunmehr erst verschiedenste Einwände vor. Eine Einsicht, dass er diese wesentlich früher hätte vorbringen müssen war nicht vorhanden. Die Richterin erklärte durchaus freundlich bei jedem Punkt, dass er hierzu entweder nicht genug vorgetragen habe oder den Beweis fällig geblieben sei. Sie wies ihn auch auf die Flucht in die Säumnis hin, die aber durch die Gegenseite abgelehnt wurde. Auch unter Hinweis auf die Konsequenzen blieb er dabei, dass er auftreten wollte.

Sein letzter Angriff blieb dann die Einrede der Verjährung. Die ganzen Forderungen seien nun doch inzwischen schon ziemlich alt.

„Richtig“ bestätigte die Richterin, „die Akte ist ja auch aus 2004. Solange streiten sie hier schon. Da hätten sie lange vortragen können“

Die Richterin hatte die Akte übrigens gerade erst übernommen. Warum Sie so lange lag? Keine Ahnung.

Die Akte hochhaltend weiter:

„Was meinen Sie warum die so usselig aussieht?“

Damit dürfte immerhin die Herkunft der Richterin etwas näher einzugrenzen sein.

Der Gegenseite schien diese Begründung auch zu reichen. Es wird wohl demnächst ein Urteil geben.

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