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Zeugen sollen immer die Wahrheit sagen. Jeder Richter weist die Zeugen ausdrücklich auf ihre Wahrheitspflicht hin und dass Verstöße strafbar sind. Trotzdem ist es immer wieder überraschend, wieviele „Wahrheiten“ in einem Gerichtsverfahren auftauchen…

In einer kürzlich stattgefundenen Gerichtsverhandlung stritten sich die Parteien um die Bezahlung von Autolackierarbeiten. Für den Mandanten war es nicht nur ärgerlich, dass die Werkstatt mehr Arbeiten als notwendig an seinem Auto vorgenommen hatte. Noch ärgerlicher war es, dass die Werkstatt für ihre unbeauftragten Zusatzleistungen auch noch Geld haben wollte und diese sogar einklagte. Richtig ärgerlich wurde es schließlich, als der Mandant im Prozess erstmals Auftragsbestätigungen vorgelegt bekam, die angeblich von ihm abgesegnet und auf denen handschriftlich Zusatzleistungen vermerkt waren. Und als wäre das nicht alles seltsam genug, bestätigte die als Zeugin geladene Buchhalterin des Werkstattmeisters die ganze Geschichte in blumenreichen Worten, worauf der Mandant erst recht aus allen Wolken über diese „Wahrheit“ fiel. Ein Schelm, wer nun böses über die Objektivität der Zeugin denkt, nur weil die Buchhalterin gleichzeitig die Lebensgefährtin und Geschäftspartnerin des Werkstattmeisters ist… Wir sind gespannt, wie das Gericht die Glaubwürdigkeit der Zeugin bewerten wird…

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