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Im familienrechtlichen Fortbildungen, in denen der Vortragende Richter ist fällt einen immer wieder ein wesentlicher Unterschied zwischen dem öffentlichen Dienst und dem privaten Sektor auf.

Da hat man einen Fachmann, der auf seinem Gebiet, hier dem Familienrecht absolut fit ist, Bücher veröffentlicht hat, Kommentare und Aufsätze scheibt und in seinem Fachbereich absolut zuhause ist.

Häufig kommt dann aber die Mitteilung, dass man im Richterbereich, sofern man aufsteigen will, nicht nur Familienrecht machen könne, man müße auch den Vorsitz einer allgemeinen Zivilkammer übernehmen.

Deswegen mache er gegenwärtig kein Familienrecht mehr, sondern Baurecht/Arzthaftungsrecht/Bankenrecht oder was auch immer.

Sicherlich, auch dort wird derjenige sich sein Wissen angelesen haben und gute Arbeit leisten. Aber es ist doch irgendwie schade, dass das eigentliche Spezialwissen so ungenutzt bleibt.

One Response to “Richterliches Spezialwissen und dessen Einsatz”

  1. cledrera sagt:

    Wohl wahr!
    Andererseits gibt es wenig Schlimmeres, als den Spezialisten, der von seinem Spezialgebiet zu Tode gelangweilt ist, oder sogar vergessen hat, wie das mit dem AT des BGB war.
    Ihr Kollege in tiefer Trauer über die Pensionierung einiger fähiger Richter

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