… heißt es heute in der Süddeutschen Zeitung.
Danach soll in einer aktuellen Forsa-Studie, die das Prestige und Ansehen von Berufen bewertet der Müllmann auf Platz 7 und damit “deutlich vor Rechtsanwälten und Unternehmern” liegen.
Da Rechtsanwälte sonst eigentlich gar nicht so schlecht abschneiden habe ich meine Zweifel. Hat jemand die vollständige Liste?
gerne:
Platzierung; Beruf; Anteil der Befragten, die Angaben: dieser Beruf hat bei mir ein hohes Ansehen (in Prozent):
1. Feuerwehrmann (91)
2. Krankenpfleger (86)
3. Pilot (85)
4. Arzt (85)
5. Richter (79)
6. Polizist (78)
7. Lokführer (65)
8. Müllmann (64)
9. Lehrer (63)
10. Anwalt (60)
11. Briefträger (54)
12. Journalist (45)
13. Bankangestellter (41)
14. Sparkassenmitarbeiter (37)
15. Manager (36)
16. Beamter (31)
17. Gewerkschaftsfunktionär (25)
18. Politiker (21)
19. Mitarbeiter in Werbeagentur (17)
20. Telekom- Mitarbeiter (14)
21. Versicherungsvertreter (12)
(Quelle: SZ, 8.10.08 S. 6)
Ah, vielen Dank!
Da hatte ich das Ansehen der Müllmänner unterschätzt. Aber mit 60% stehen die Anwälte ja noch recht gut dar. Jedenfalls im Vergleich zu Telekommitarbeitern…
Das Ganze macht den doch eher den Eindruck, die Befragten hätten geantwortet, welchem Beruf sie am meisten Respekt entgegenbringen, deshalb sind hier auch eher die Berufe vorne, die als gemein “hart” verrufen sind. Respekt vor der Tätigkeit ist aber nicht der Respekt vor dem Tätigen, was dem Ansehen näher kommt. Würde man die Frage so stellen, welchen Job der Zukünftige der eigenen Tochter am besten haben sollte, dann stünde Müllmann nicht vor Rechtsanwalt und Krankenpfleger nicht vor Arzt.
Und wer stand auf der Liste der Rechtsanwälte, die den Befragten vorgelegt wurden? K. Günther, Frhr. v. Gravenreuth, O. Tank und Dr. Mabuse?
Zur weiteren Kenntnis, dazu passend:
http://www.ciw-wirtschaftsnachrichten.de/aktuell/artikel/berufe-ranking-aerzte-und-pfarrer-geniessen-das-hoechste-ansehen.html
Daraus:
“Zu den Prestigeverlierern gehören der Beruf des Rechtsanwaltes und der des Politikers. Das Ansehen der Rechtsanwälte lag bis Ende der 90er Jahre immerhin bei 37 Prozent, inzwischen zählen nur noch 27 Prozent diesen Beruf zu denjenigen, vor denen sie ganz besondere Achtung haben.”