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Während Karneval nicht nur in Siegen, sondern auch in Hagen eher ein Randthema ist, feiern in Deutschlands Karnevalshochburgen die Jecken schon ausgelassen die fünfte Jahreszeit. Bei allem Spaß sollte allerdings nicht vergessen werden: Kein Alkohol am Steuer gilt auch an den närrischen Tagen!

Austricksen nicht möglich
In Deutschland liegt die Promillegrenze bei 0,5 Promille. Wie schnell man diese Grenze erreicht, ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden. Deshalb sollte man sich auch nicht auf „Tricks“ verlassen: Auch eine „ordentliche Grundlage“ vor einer feucht-fröhlichen Party verringert die Aufnahmegeschwindigkeit des Alkohols im Blut so gut wie gar nicht. Auch die bekannte Faustregel „ein gesunder Körper baut 0,15 Promille in der Stunde“ ab ist mit größter Vorsicht zu genießen. Zu viele Faktoren, wie etwa Geschlecht, körperliche Verfassung und Gewicht, spielen hier eine Rolle. Also am besten das Auto stehen lassen, wenn man Alkohol getrunken hat.

Ebenso wenig lässt sich ein Alkoholtest austricksen. Vermeintliche Tipps, wie etwa „daneben“ pusten oder das Ergebnis durch Hyperventilation zu manipulieren, bringen gar nichts. Auch darauf zu bestehen, den Test nicht machen zu müssen, weil man ja nichts getrunken hat führt zu keinem Erfolg: Denn hat der Polizeibeamte den Verdacht, das gegen eine Vorschrift verstoßen wurde, wird er die gesetzlich vorgeschriebene Blutentnahme anordnen.

Vergessen Sie auch nicht, dass die Fahrtüchtigkeit schon bei 0,2 Promille Alkohol im Blut beeinträchtigt ist. Das Wahrnehmungsvermögen für bewegte Objekte ist dann bereits herabgesetzt. Mit 0,5 Promille ist das Reaktionsvermögen deutlich stärker reduziert und gleichzeitig die Risikobereitschaft höher. Hinzu kommen eine Einschränkung des Sehfeldes und eine Rotlichtschwäche. Diese führt dazu, dass rote Ampeln und die Brems- und Warnlichter anderer Verkehrsteilnehmer nicht mehr deutlich wahrgenommen werden. Das Unfallrisiko ist doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille vervierfacht sich die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls sogar.

Auch so manche Verkleidung kann das Fahrvermögen beeinträchtigen. Ein ausladendes Kostüm sollte die Bewegungsfreiheit während der Fahrt nicht behindern. Vor allem gilt auch für kostümierte Auto- und Beifahrer die Anschnallpflicht – egal wie unbequem dies mit einem Kostüm auch sein kann.

Auch als Beifahrer vernünftig sein
Kommt es zu einem Unfall, kann dies für den Alkoholsünder unter Umständen teuer werden: Die Kfz-Haftpflichtversicherung entschädigt zwar das Opfer in voller Höhe, ist aber dazu berichtigt, sich vom Versicherungsnehmer bis zu 5.000 Euro zurückzuholen.
Auch Beifahrer sollten aufpassen: Wenn Sie nämlich wissen, dass der Fahrer alkoholisiert ist, sie dennoch als Beifahrer mitfahren und der Fahrer einen Unfall verursacht kann Ihnen die Haftpflichtversicherung nach einem Unfall gegebenenfalls die Höhe des Schmerzensgeld verringern.


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