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Wie in allen Bereichen, in denen man mit Menschen zusammenarbeitet, kann man oft mehr erreichen, wenn man sein Verhalten auf den Gegenüber einrichtet. Es ist eben meist hilfreich, wenn man weiß, dass man bei diesem Richter den Schriftsatz eher kurz hält, bei jener Richterin auch einmal mit einer Mindermeinung glänzen kann, wenn sie gut vertreten wird oder welche Richter den Ruf hat genau und welcher eher den Ruf hat faul zu seinNatürlich kann der Vorgang auch ins Gegenteil umschlagen. Mit einem Richter kommt man nicht so gut zurecht oder ist ihm in einem Vorverfahren auf den Schlips getreten. Üblicherweise sollten beide Profi genug sein, um Fall und Person trennen zu können, aber auch eine andere Reaktion ist nur menschlich und insoweit nicht auszuschließen.

Mandanten meinen auch häufig, dass Anwälte von weiter weg härter an die Sache rangehen würden als Anwälte vor Ort. Das dürfte aber eher eine Typfrage als eine Frage des Standortes sein. Mitunter ist es vielleicht auch einfach das Wisse, was man sich bei einem bestimmten Richter erlauben kann und was nicht.

Eine Redewendung sagt:

Ein guter Rechtsanwalt kennt das Gesetz. Ein großer Rechtsanwalt kennt den Richter

Auch wenn diese Redewendung eher auf unrechte Machenschaften hindeutet hat sie mitunter einen wahren Kern. Wobei es sicherlich auch auf den konkreten Fall ankommt. Bei einem schwierigen Fall ist denke ich ein Spezialist auf einem Gebiet besser als ein allgemeiner Anwalt, der in diesem Gebiet selten arbeitet, aber dafür das Gericht kennt.

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