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In Hagen beginnt gerade ein Mordprozess. Ein Mann ist aus Eifersucht mit einer Schrotflinte in das Restaurant seiner Lebensgefährtin gestürmt und tötete dort seinen vermeintlichen Nebenbuhler, einen Freund oder Bekannten seiner Lebengefährtin, mit einem Schuß in den Kopf.

Aus der Haft schreibt er seiner Lebensgefährtin einen Brief:

„Guten Morgen, Maus. Wir haben beide Fehler gemacht, warum musste es so eskalieren? (…) Mein Schatz, ich hoffe, Du lässt mich jetzt nicht allein. (…) Wie hast Du diese Katastrophe weggesteckt? (…) Was machen unsere Welpen? (…)“

Quelle: Der Westen

Ich habe in einem (nicht ganz so blutigen, aber auch unverzeihlichen) Fall auch mal einen ähnlichen Brief in der Akte gehabt und sie sind finde ich immer merkwürdig zu lesen. Diese Mischung aus Vertraulichkeit („Maus“ „Schatz“) paßt irgendwie nicht zu der Tat und dem was sie dem anderen angetan haben. Der Anspruch, die von ihnen verursachte Tat als quasi von außen an sie herangetretene Katastrophe gemeinsam zu überwinden überrascht mich immer wieder. Insbesondere, wenn das dann noch mit dem Hinweis verbunden wird, dass beide Fehler gemacht haben.

Für mich nur mit einer gewissen Schizophrenie zu erklären. Aber das wäre angesichts der Tat ja auch nicht unbedingt verwunderlich.

2 Responses to “Guten Morgen Maus. Wir haben beide Fehler gemacht, warum musste es so eskalieren?”

  1. MaxR sagt:

    War die Flinte tatsächlich Schrott?

  2. admin sagt:

    Mist. Danke, habe es korrigiert

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