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Bei der Kollegin Rueber geht es um einen strafrechtlichen Gerichtstermin mit Schulklasse, bei dem ein Referendar keine so gute Figur machte.

Dabei fiel mir eine Geschichte aus meiner eigenen Schulzeit ein. Damals besuchten wir ebenfalls mit der Schulklasse eine Verhandlung, vor dem Amtsgericht Gifhorn und im Gegensatz zu der Geschichte der Kollegin Rueber hat der Staatsanwalt eine gute Show geliefert:

Staatsanwalt: „.. und dann hat der Angeklagte so und so das Auto geknackt. Anschließend…“

Angeklagter (sich selbst verteidigend, dem Staatsanwalt ins Wort fallend) :Nein, nein, so kann man das ja gar nicht, ich bin Schlosser, so würde das Schloß niemals aufgehen, das zeigt ja, dass es so nicht war. Sie sind Staatsanwalt, sie können das gar nicht wissen“

Staatsanwalt (rot anlaufend, schreiend): „Wollen Sie mir etwa erklären wie man ein Auto knackt? Meinen Sie das weiß ich nicht selbst?“

Wir waren jedenfalls beeindruckt. „Wollen Sie mir etwa erklären, wie man ein Auto knackt?“ war über lange Zeit eine Standarderwiderung, wenn im Freundeskreis Fähigkeiten angezweifelt wurden.

Abgerundet wurde der Auftritt im Übrigen noch durch eine wohl mehr an uns als an den in einem weiteren Verfahren Angeklagten gerichtete gut gelungene Predigt über die Folgen von Drogenkonsum.

Ich kann insoweit Schulklassen den Besuch von strafrechtlichen Gerichtsverhandlungen nur anraten.

2 Responses to “Gerichtsbesuch oder wie ein Staatsanwalt ein Auto knackt”

  1. […] Kollegin Rueber und der Kollege Brandau haben über Schulklassen in der Hauptverhandlung […]

  2. Kand.in.Sky sagt:

    Wen wundert’s, sind doch Beamte Experten für alles. Sie wissen sogar zuvor wann Lärm oder Skultpuren Kunst sind, welche Bücher Schund und welche Auswirkungen Rock’n Rock und Miniröcke haben.

    #k.

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