Momentan werden zwei Gerichtssäale im Siegener Gericht umgebaut. Das führt zu entsprechenden Baulärm. Ich stand mit einem Kollegen vor einem der noch “aktiven” Gerichtssäale, das Hämmern der verwendeten Geräte schallte deutlich herauf und behinderte ein Gespräch.
Einer Kollegin war dies wohl auch zuviel, sie kam aus dem Gerichtssaal raus, flog schnellen Schrittes die Treppe zu den Bauarbeiten hinunter und … der Lärm verstummte.
Als sie wieder hochkam erzählte sie auf unsere fragenden Blicke hin, dass sie sich einfach vor dem Bauarbeitern aufgebaut habe und sagte:
“Ich will hier die nächste halbe Stunde keinen Hammer und keinen Bohrer mehr hören”
Dann habe sie noch einen bösen Blick hinzugegeben, sich direkt umgedreht und sei ohne ein weiteres Wort gegangen.
Im Termin, in dem die Kollegin zurecht als Heldin gefeiert wurde, berichtete der Richter noch, dass er ähnliches ebenfalls bereits bei einer anderen Baustelle vor einiger Zeit versucht habe. Damals sei ihm gesagt worden, dass sie die Arbeiten nur einstellen würden, wenn ihnen der Gerichtspräsident oder aber er, der Richter persönlich, zusagen würden, dass die Kosten für die Wartezeit gesondert übernommen werden würden.
Der Gerichtspräsident war nicht greifbar und zu einer Zahlung aus eigener Tasche hatte der Richter verständlicherweise keine Lust. Also blieb es laut
Da zahlt sich die Erfahrung der Rechtsanwälte in der Durchsetzung von Forderungen aus.
[...] Ich rufe in letzter Zeit lieber sicherheitshalber noch mal direkt auf. Die Saale wurden ja renoviert, aber irgendwie sind seit dem in vielen Säalen die Lautsprecheranlagen [...]