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Beim Amtsgericht Melsungen gibt es anscheinend noch eine sehr gründliche Referendarsausbildung. Dem Referendar wurden jedenfalls alle Schritte während der Sitzung erklärt und er mußte zudem ein Versäumnisurteil vor der Verkündung vorbereiten, wobei noch einmal die diesbezügliche Vorgehensweise anhand der jeweiligen Paragraphen erklärt wurde.

Bei mir waren die Sitzungen eher ein Neben-dem-Richter-sitzen mit vorherigen Lesen der Akten. Insofern vorbildlich.

5 Responses to “Amtsgericht Melsungen: Gründliche Referendarsausbildung”

  1. Kant sagt:

    Da wird man ja direkt neidisch. Ich kann bisher leider auch nur die Ihrigen Erfahrungen teilen. Sehr schade, aber das hat wohl was mit der Überarbeitung der Richter zu tun. Autodidakten for President 🙂

  2. Schmand sagt:

    Meine Station beim Amtsgericht war auch nur ein Rumhocken und Totschlagen von Zeit. In der Anwaltsstation war es nicht viel besser, eigentlich noch schlimmer. In diesen neun Monaten habe ich absolut gar nichts für den Anwaltsberuf gelernt, ich bekam nur einmal die Woche eine lächerliche Akte mit, obwohl ich mich sehr gerne engagiert hätte. Ich wusste nach dem Referendariat nicht, wie man einen Mahnantrag ausfüllt oder Pfüb beantragt. Über diesen Anwaltsausbilder habe ich mich beim OLG und der Kammer beschwert, die fanden das ganz normal.
    In der Wahlstation ging ich dann in eine Zivilkammer, die man sich im Gegensatz zur Pflichtstation in Zivilsachen selbst aussuchen konnte. Dort wurde ich richtig rangenommen und schließlich doch noch etwas gelernt.
    Aber insgesamt war ca. 1 Jahr der Referendarausbildung komplett für die Katz, vor allem die Anwaltsstation.

  3. […] Amtsgericht Melsungen, von dem ich hier schon bezüglich der dortigen Referendarsausbildung berichtet hatte, stellt noch ein weiteres Plus zur […]

  4. egal sagt:

    „Dem Referendar wurden jedenfalls alle Schritte während der Sitzung erklärt “

    Wozu? Für das gibt es 1. die AG und 2. kann sich ein Referendar das schnell durch Studium seiner Lehrbücher aneignen. Übliche Amtsgerichts-Verhandlungen stellen auch keine hohen Anforderungen.

    Bei Fragen kann der Referendar schließlich nach den mündl. Verhandlungen den Ausbildungsrichter fragen, zB warum der Antrag auf Vereidigung abgelehnt wurde oder sowas.

    Ich finds nämlich eine Zumutung, wenn die Parteien unter der Ausbildung des Refs leiden müssen.

  5. Brandau sagt:

    @egal
    wenn man eh 15 Minuten warten muss, ob der Gegner kommt, dann schadet es nicht, wenn der Referendar in dieser Zeit was lernt.

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